57 Verletzte – 5 Bewohner nach Brand in Asylunterkunft festgenommen

Paderborn: Gestern brach gegen 15.20 Uhr in einer Unterkunft für Zuwanderer in Hövelhof-Staumühle ein Feuer aus.

Ein Gebäude mit mehreren Wohneinheiten brannte vollständig nieder. Insgesamt wurden durch den Brand 57 Personen verletzt. Davon konnten 27 Menschen nach ambulanter Behandlung vor Ort entlassen werden. 30 Personen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, von denen 25 nach ambulanter Behandlung noch am Nachmittag entlassen werden konnten. Mindestens eine Person wurde schwer verletzt.

Zunächst übernahm der Staatsschutz der Polizei Bielefeld die Ermittlungen von der Polizei Paderborn. Von Beginn an lagen keine Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund vor, stattdessen wurden noch am Abend fünf Bewohner vorläufig festgenommen. Sie sollen ihre Matratzen in Brand gesetzt haben.

Es handelt sich um Asylbewerber aus Algerien – dringend verdächtig, gestern Nachmittag in einem Wohnraum der von ihnen bewohnten Unterkunft vorsätzlich Feuer gelegt zu haben.

Anlass war offenbar die Unzufriedenheit der Beschuldigten mit ihrer Unterbringungssituation in der Einrichtung.

Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat heute Nachmittag gegen sie bei dem Amtsgericht Paderborn den Erlass eines Haftbefehls wegen besonders schwerer Brandstiftung beantragt.

Zwei weitere Bewohner der Unterkunft waren zunächst ebenfalls vorläufig festgenommen, dann aber wegen mangelnden Tatverdachts wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Ein Brandsachverständiger hat den Brandort begutachtet und bestätigt, dass das Feuer an dem Ort gelegt geworden ist, wo sich nach den bisherigen Ermittlungen die beschuldigten Männer zur Tatzeit aufgehalten haben.

Unterstützt unsere Arbeit mit Kryptowährungen

ETH: 0x876ddb329830dAa36b15B85FEcC882cb08017e58
LTC: MLgKUGJorBAqu8oeZwi8a3woCthLY81qvc

Kommentare sind geschlossen.