Altermann findet Asyl bei Qpress

Der anlässlich der unsäglichen DSGVO eingestellte „Altermannblog“ macht weiter. Auf unserer Partnerseite Qpress hat er Asyl gefunden. Hier nun sein erster Beitrag in der neuen Heimat:

Mord um einen Mord zu verhindern

Mord um einen Mord zu verhindernDiesen Satz versteht nur einer, der schon so verkommen ist, dass er sofort beim nächsten Geheimdienst anfangen kann. Wenn es sich beim Mordopfer auch noch um einen Russen handelt, werden die Ohren gespitzt. Voll in die Zwölf geht es dann, wenn das Attribut „Putingegner“ zutrifft. Unser Kleberclaus (der auf dem Zweiten schon immer etwas schärfer gesehen hat) bekommt einen ganz wichtigen Gesichtsausdruck, wenn er dem deutschen Publikum verkünden muss (oder darf?), dass mal wieder einer ermordet wurde, der Arkadi Babtschenko hieß und der just – so rein zufällig – auch mal bei Nowaja Gaseta geschrieben hat, wie Anna Stepanowna Politkowskaja, die auch (natürlich von Putin) ermordet wurde. Verwirrt? Dann ist das Ziel erreicht.

Beim Publikum soll hängen bleiben: Putin lässt alle kritischen Geister erschießen. Arkadi Babtschenko hat für sich und seine Frau in der Ukraine Sicherheit gesucht und den Tod gefunden so die letzten Worte des Nachrichtenklebers (hier ab 15:12). Es hätte so eine schöne Bashingmeldung sein können, wenn nicht der Ermordete selbst seine Nichtermordung verkündet hätte. Was dann kommt ist die eingangs erwähnte Verkommenheit.

Wie kann man eine Panne jetzt so darstellen, dass trotzdem das Bonbon an Putins Weste kleben bleibt? Man kennt ja den Spruch: „Selbstmord aus Angst vor dem Tod“. Die Geheimdienste sind da schon eine Stufe weiter: Man mordet, um einen Mord zu verhindern. Wer das nicht versteht, der wende sich an die Redaktion von ZEIT oder Welt, die so einen Mist unkommentiert bringen. Gemeinsam hätten sie Babtschenkos Tod vorgetäuscht: Ziel sei gewesen, denjenigen eine Falle zu stellen, die Babtschenko hätten töten wollen. Wer das noch immer nicht versteht, der denkt einfach zu normal und ist für Geheimdienstarbeit nicht geeignet.

Als Arkadi Babtschenko wäre ich nicht so sorglos. Die Hauptfrage des investigativen Journalismus lautet: Cui bono (Wem nützt es). War da jemand aus Geheimdienstkreisen zu schnell? Den Russen zwei Wochen vor der WM einen Journalistenmord anzuhängen, das ist doch ganz nach dem Geschmack der ukrainischen Regierung! Der Premierminister der Ukraine, Wolodymyr Hrojsman, macht Russland für Mord verantwortlich. Was wusste der, oder was wusste der nicht?

Nicht ohne Geschmäckle ist auch der Tweet von Boris Johnson: „Appalled to see another vocal Russian journalist, Arkady Babchenko, murdered. My thoughts are with his wife and young daughter. We must defend freedom of speech and it is vital that those responsible are now held to account.“ Nach dessen Skripal-Flop hätte der sich auch besser mal an das Wort des pfälzischen Philosophen Kurt Beck gehalten und einfach mal das Maul gehalten. Ins gleiche Horn stößt unser Maasmännchen. Auf diesen Erguss hat die Welt gewartet. Oh Herr, wirf Hirn vom Himmel! – aber es kommt noch besser! Der deutsche Journalistenverband schießt den Vogel ab:

Das manifestierte Armutszeugnis einer Berufsgruppe! Wenn das der Hanns-Joachim Friedrichs noch erlebt hätte! Schämt ihr Euch denn nicht?

Erst war Steinmeier in Kiew und jetzt auch noch Maas. Dieses korrupte Regime wird von unseren Steuergeldern gepampert. Der Schokoladenkönig drängelt sich bei allen Konferenzen, dank seiner unausweichlichen Leibesfülle, immer in die erste Reihe. Wo es nach Geld riecht, taucht der auf. Seine Landsleute haben die Schnauze von ihm voll und bei den Wahlen im nächsten Jahr wird er wohl abserviert werden. In allen Meinungsumfragen liegt er hinten und vorne liegt? Na, wer wohl? Die uns allen wohlvertraute Freundin von Frau Merkel: Julia Timoschenko.

Mord um einen Mord zu verhindernFalls sie die nächste Präsidentin der Ukraine wird, dann braucht man keine lächerlich Geheimdienstspielchen mehr. Dann geht es zur Sache: „Ich bin bereit ein Maschinengewehr zu nehmen und diesem Bastard (Putin) in den Kopf zu schießen“  hat sie vor vier Jahren gesagt.

Herzlich willkommen dann in Kiew, Herr Steinmeier und Herr Maas. Solche Freunde braucht das Land!#

von Qpress