Niemand kann später behaupten, er hätte nichts davon gewusst. „Wirtschaftsminister“ Altmaier hat es unverblümt heraus posaunt. Im Fall der insolventen Fluglinie Germania ist er gegen staatliche Hilfen, vielleicht hat es etwas mit dem Namen des Unternehmens zu tun, ansonsten spricht er sich im Zuge seiner „Nationalen Industriestrategie 2030“ sogar für Maßnahmen bis hin zur Verstaatlichung aus.

Wenn andere das machen, so der Feinschmecker, warum denn nicht auch wir? Richtig, Herr Altmaier, das haben schon andere mit ähnlichem wirtschaftlichen Sachverstand gemacht , zum Beispiel Benito Mussolini. Von ihm ist folgendes Zitat überliefert:

„Faschismus sollte man besser Korporativismus nennen, weil es die Verschmelzung der Staatsmacht mit der Konzernmacht darstellt.“

Es nahm denn auch kein gutes Ende, wie man sieht.

Nicola Bombacci, Benito Mussolini, Claretta Petacci, Alessandro Pavolini, Achille Starace – public domain

Abgesetzt worden war Mussolini bereits 1943 – denn längst hatten sein militärisches und vor allem auch wirtschaftliches Versagen die Bevölkerung in schlimme Not gestürzt. Nach der Befreiung aus der Haft durch die Nationalsozialisten durfte er in den letzten Kriegsjahren noch einmal den Duce geben – aber nur für die „Sozialrepublik“ im von den Deutschen besetzten Norditalien.

Altmaiers Visionen mögen Linksutopisten begeistern, die auch an Chinas Staatskapitalismus Gefallen finden, letztlich aber ist noch jedes Regime mit einer zu hohen Staatsquote gescheitert. Peterchens Mondfahrt wird sich zur Bruchlandung entwickeln, wahrscheinlich lange vor 2030. Wie er überhaupt darauf kommt, dass dann noch eine „Nationale Industriestrategie“ gefragt sein könnte, erschließt sich vielleicht nach dem Genuss eines saftigen Hot Dogs …