Bayer bald Weltmarktführer in Sachen Krebserregung und -bekämpfung

Bayer bald Weltmarktführer in Sachen Krebserregung und -bekämpfung Mon-Santo: Das muss man dem Konzern erst einmal nachmachen. Allein die Idee ist schon grandios. Auf der einen Seite die Weltbevölkerung womöglich mit allen möglichen Giftstoffen, die man zum Schutz von Pflanzen ausbringt, krankmachen, um sie dann mit noch erheblich giftigeren Mitteln von den so verursachten Krankheiten zu kurieren. Aber für Umsatz und Gewinn sollte niemandem irgendein Menschenleben zu schade sein. Jedes Leben ist und bleibt lediglich Mittel zum Zweck, wie in der Rindviehhaltung auch. Nur wollen sehr viele Menschen (zweibeinige Rindviecher) sich mit dieser Nutzmenschfunktion noch nicht abfinden.

Der Zeitpunkt ist denkbar gut, denn Monsanto, keine unbekannte Größe im internationalen Gif†mark†, wird vom deutschen Giftmischer-Konzern Bayer geschluckt. Somit bekommen zukünftige Schadenersatzansprüche eine neue und vermutlich zahlungsfreudigere Heimat, die jetzt womöglich in beachtlichen Größenordnungen in den USA erklagt werden können. Dann kommen etwaige Entschädigungszahlungen künftig aus deutschen Landen. Das macht dieses wunderbare ‚Schland noch um eineiiges sympathischer. Deutschland gilt nicht erst seit der Flüchtlingskrise als Hort der Gutmütigkeit. Nein, wenn es irgendwo etwas zu bezahlen gibt, dann ist Deutschland immer ganz vorn an. Außer natürlich für die Leute, die schon länger hier leben. Die sind logischerweise von diesen internationalen Glücksfällen ausgenommen.

Bayer bald Weltmarktführer in Sachen Krebserregung und -bekämpfungOffenbar finden viele Menschen in den USA das mit den Giften von Monsanto nicht ganz so lustig: Glyphosat-Prozess in den USA hat begonnen – kommt eine Klagewelle gegen Bayer?[Handelsblatt]. Die meinen das wirklich ernst mit ihrer Streiterei. Da kann der neue Konzern nur hoffen, dass die Kläger zeitig genug versterben, sodass sich die Gerichte etwaige negative Urteile gegen Bayer ersparen können. Glyphosat bzw. Roundup ist dabei nur eines dieser vielfältigen giftigen Mittelchen. Die Palette der Totmacher ist um einiges länger. Das gilt ebenso für die gesundmachenden Totmacher, die angeblich gegen den Krebs helfen sollen. Auch gegen den, der womöglich von den Pflanzenschutzmitteln herrührt.

Bayer war schon bei den berühmtesten Totmachern dabei

Dessen nicht genug, selbst die uralte Koproduktion, Agent Orange, deren Spätfolgen immer noch sehr viele Vietnamesen unangenehm beglückt, könnte jetzt endlich mal verhandelt werden, wo das Konzern-Scheckbuch von Monsanto nun nach Deutschland verzogen ist. Bis dato wollte da auch noch niemand so wirklich dran. Hier sei aber zur Ehrenrettung von Monsanto erwähnt, dass Bayer diesen wunderbaren Giftstoff zusammen mit Monsanto entwickelte. Das geht zumindest aus diesem Beitrag hervor: Agent Orange[Wikipedia]. Zwar gab diesbezüglich schon einmal erfolglose Sammelklagen, da aber jetzt die Alleinverantwortung in Deutschland beheimatet ist, könnte die Folgenlosigkeit rasch vorüber sein.

Bayer bald Weltmarktführer in Sachen Krebserregung und -bekämpfungMit 66,6 Milliarden Kaufpreis für Monsanto hat Bayer ein teuflisches Schnäppchen gemacht. Das kann man gar nicht hoch genug bewerten. Darüber hinaus, so muss man zugeben, ist dieses Geschäftskonzept einfach grandios. Wer sich mit dem dem einen Giftstoff den Umsatzacker für die nächsten gewinnbringenden Giftstoff bereitet, gehört in einer Zeit wie diesen, zu den absoluten Gewinnern. Nicht zuletzt deshalb war man wohl bereit diesen enormen Kaufpreis auf den Tisch zu blättern. Auch der neue Großkonzern wird sich nach Kräften gegen alle möglichen Schadenersatzzahlungen sträuben und lieber noch Jahrzehnte Anwälte bezahlen, als irgendwelche Opfer ihrer Gifte zu entschädigen. Schließlich geht es darum die (eigene) Sch®öpfung zu bewahren. Freuen wir uns gemeinsam mit Bayer auf die erfolgreiche Abwehr aller möglichen Klagen, die jetzt definitiv auf den Gift- und Saatgutkonzern zurollen. Wenn’s schiefgeht, streichen wir einfach ein paar tausend Arbeitsplätze.


Wir experimentieren. Man kann sich diesen Artikel auch vorlesen lassen. Leider klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbeholfen. Wer damit klarkommen kann, der mag sich gerne eine Vorlesung geben lassen!

von Qpress

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