#BER – Verbindlicher Eröffnungstermin rückt näher

BER – Verbindlicher Eröffnungstermin rückt näherSchilda: Derweil sind noch alle Fachkräfte vollends damit beschäftigt, mit Jutesäcken „jutes Licht“ und „jute Berliner Luft“ in die neuen Hallen des Großflughafens BER zu transferieren. Das scheint dringend geboten, denn in den Jahren zuvor hat man offenbar bei der Arbeit nichts mehr gesehen und eingedenk des Zeitplans wohl auch unter großer Atemnot gelitten. Wie schon damals in Schilda, sind auch beim BER die Problemlösungsprozesse skurril, sehr gut durchdacht, aber nachhaltig erfolglos. Einstmals ehrenvolle Aufgabe für den Überflieger Wowereit, der inzwischen gänzlich den Abflug machte. 

Wie in Schilda, hängt es beim BER mit der mangelnden Erkennbarkeit der Probleme zusammen. Dafür benötigte es entsprechend große und korrekt ausgerichtete Spiegel, sodass die Akteure das Problem, quasi im Vorbeigehen, korrekt identifizieren könnten. Weil das bislang nicht gelungen ist, hat man den TÜV bemüht. Der gibt sich nachhaltig entsetzt: TÜV will BER offenbar keine Betriebssicherheit bescheinigen[SpeiGel auf Linie]. Daraus folgt zwingend eine Rekalkulation des zu erwartenden Eröffnungstermins, was wir weiter unten im Text noch detaillierter ausführen.

Das Projekt BER ist ebenso Teil der in der Region stark verankerten Beglückungsindustrie. Hier wird darüber berichtet: Schmiergeld und korrupte Manager[Wie | Wo]. Die korrekte Umverteilung der öffentlichen Gelder nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und will sorgsam bedacht werden. Das hemmt den Baufortschritt des BER ungemein. Es wäre geschickter gewesen, gleich einen festen Milliardenbetrag dem besagten Industriezweig zukommen zu lasen. Der Umweg über das Flughafenprojekt BER verursacht nochmals enorme Aufwendungen, die rein zur Tarnung dieses Sachverhaltes benötigt werden. Nun, über das Ergebnis müssen wir hier nicht weiter referieren, es ist hinlänglich bekannt.

Russen könnten das Projekt bis nächstes Jahr fertigstellen

Dessen ungeachtet bestünde Hoffnung, wäre da nicht die elende Politik. Die Russen haben gerade ein Megaprojekt vom russischen Festland zur Krim errichtet. Die sogenannte Krimbrücke[LOCUS]. Es ist übrigens Europas längstes Bauwerk dieser Art, mit 19 Kilometern Länge. Eine meisterliche Ingenieurleistung zudem, weil der Untergrund dort überaus schwierig ist. Aber sie haben zwischen den Wodka-Gelagen ordentlich rangeklotzt und somit den Job in nur vier Jahren bis zur Einsatzfähigkeit des Bauwerks gebracht. Demnach haben die Russen wieder freie Kapazitäten. Bedauerlicherweise kann eine Vergabe des BER an die Russen aus ideologischen Gründen nicht erfolgen. Ausgerechnet wegen der Krimbrücke sind wir von unseren Brüdern aus Übersee gehalten, die Russen nach Kräften zu sanktionieren. Nein, Scherz beiseite! Wir sanktionieren Russland, weil sich die Krimbewohner mehrheitlich entschlossen sich Russland zuzuwenden. Das geht natürlich nicht und nennt sich deshalb ideologisch korrekt Annexion.

Eröffnung jetzt verbindlich im Jahre 2107

BER – Verbindlicher Eröffnungstermin rückt näherJetzt kann es nur noch darum gehen (auch historisch betrachtet), große Titel abzuräumen, um die erlittene Schmach, die mit „BER“ verbunden ist, ein wenig abzumildern. Für Interessierte gibt es hier die Dauereröffnungsodyssee[Tagesspiegel]. Neben dem dreißigjährigen Krieg braucht es kulturhistorisch endlich mal sowas wie die „hundertjährige Baustelle“. Der Kölner Dom, ist längst versteinert. Wir benötigen was Modern(d)es. BER hat da mehrere Vorzüge. Einerseits dürfte es bis dahin keinen TÜV mehr geben und somit die Bauvorschriften etwas lockerer sein. Ferner steht die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es selbst Düsenflieger in dem Jahr nicht mehr geben wird. Das macht den Flughafen endgültig entbehrlich und ist somit ein sanfter Abschluss der hier angerissenen Erfolgsstory. Ein fertiger Flughafen, der nicht mehr benötigt wird, muss auch keinen Anforderungen mehr genügen, außer den mit ihm verwirklichten Rekorden aller Art. Freuen wir uns gemeinsam mit unseren Enkeln auf das 100-jährige Bestehen des BER, verbunden mit seiner Eröffnung.

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