Bonn: Jetzt doch Haftbefehl gegen Palästinenser, der jüdischen Professor bedroht hatte

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Bonn: Und schon wieder sorgt der „Deutsche mit palästinensischen Wurzeln“ für Schlagzeilen. Nach dem Übergriff auf einen jüdischen Professor aus den USA hatte dieser schwere Anschuldigungen gegen die Polizei erhoben. Irrtümlich hatte man das Opfer für den Aggressor gehalten und zu Boden gerungen. (Tag24) Nach einer ärztlichen Überprüfung hatte man den einschlägig bekannten Täter wieder auf freien Fuß gesetzt und entschieden, dass keine weiteren Haftgründe vorlägen.

Nun berichtet die Polizei erneut: Am 17.07.2018, gegen 23:45 Uhr, wurde die Polizei zu einem Streitgeschehen im Bereich des Bonner Hofgartens gerufen, an dem der 20-Jährige maßgeblich beteiligt war. Nach dem aktuellen Sachstand war er gleich mit mehreren Personen in einen zunächst verbal geführten Streit geraten. Im weiteren Verlauf zog der 20-Jährige schließlich ein Messer, und bedrohte mehrere der an dem Streit beteiligten Personen damit. Nach Zeugenangaben soll er hierbei unter anderem auch geäußert habe „Ich könnte euch alle töten“. In der Situation wurde niemand verletzt. Der Beschuldigte entfernte sich dann vom Ort des Geschehens und stieg an einer nahegelegenen Haltestelle in eine Straßenbahn. Der 20-Jährige wurde im Rahmen der eingeleiteten Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen kurze Zeit später von einem Fahndungsteam der Polizei angetroffen und vorläufig festgenommen. Da sich bei seiner Festnahme Anhaltspunkte auf eine mögliche Drogeneinwirkung ergeben hatten, wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet.

Die Ermittler des zuständigen Kriminalkommissariats übernahmen die weitere Bearbeitung des Falles. Neben der Durchsuchung seiner Wohnung erfolgte auch die Vernehmung von Zeugen und dem Beschuldigten. Auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft wurde der gegen den 20-Jährigen bereits bestehende Haftbefehl zu einer zurückliegenden Gewalttat, der zunächst außer Vollzug gesetzt worden war, durch das Landgericht Bonn wegen Wiederholungsgefahr wieder in Vollzug gesetzt.

Der 20-Jährige wird am 19.07.2018 in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

Im Rahmen der andauernden Ermittlungen prüft die Kriminalpolizei auch, inwieweit der 20-Jährige möglicherweise noch für die Begehung weiterer Gewaltdelikte in Frage kommt.

2 Kommentare

  1. Lt. mainstrem war es ein junger Deutscher. Ok, einmal wurde am Rande kurz „mit palestinensischen Wurzeln“ erwähnt…eher so beiläufig…aber im Prinzip war es ein „junger Deutscher“! War der Nr. 69 Selbstmörder nicht auch ein junger Deutscher mit afghanischen Wurzeln?

    Nein, dafür kam die Abschiebung 3 Wochen zu früh. Aber in Tunesien soll wohl gerade ein älteres deutsches Justizopfer gefoltert werden.

  2. Lt. mainstrem war es ein junger Deutscher. Ok, einmal wurde am Rande kurz „mit palestinensischen Wurzeln“ erwähnt…eher so beiläufig…aber im Prinzip war es ein „junger Deutscher“! War der Nr. 69 Selbstmörder nicht auch ein junger Deutscher mit afghanischen Wurzeln?

    Nein, dafür kam die Abschiebung 3 Wochen zu früh. Aber in Tunesien soll wohl gerade ein älteres deutsches Justizopfer gefoltert werden.

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