Bundeswehr schafft Frieden ganz ohne Waffen

Sanitätspanzer – foto: freie-presse.net

Dem Grunde nach sollte uns ja fast alles recht sein was Frieden schafft. Dass das auch ganz ohne Waffen geht, beweist einmal mehr und besonders eindrucksvoll die Bundeswehr. Ein großes Lob dafür. In diesem speziellen Fall betrifft es die Luftwaffe. Dort muss man quasi jeglichen Krieg absagen, weil gerade kein einsatzfähiges Kriegs- oder besser gesagt “Friedensgerät” verfügbar ist. Es reicht nicht einmal für ein anständige Flugshow (Formationsflug), die man für gewöhnlich mit 5 Flugzeugen absolviert. Nur vier von 128 Eurofighter-Kampfjets einsatzbereit.

Das sind nie gekannte Rekordstände in Sachen Materialmangel. Tröstlich an der Sache ist, dass zumindest die Umstandsuniformen für schwangere Soldatinnen derweil einsatzbereit sind. Mit etwas guten Willen wäre somit die Bundeswehr weltweit erstmals in der Lage im Gefecht für Nachwuchs zu sorgen. Ein Novität (Kriegslist), auf die noch keine andere Armee gekommen ist. Diese neue Gefechtsstrategie ist allein der Flintenuschi, die von den Laien, zu verdanken. Sie lässt an dieser Stelle ihre ganze Erfahrung aus einem ihrer vorherigen Ministerien, “Familie, Frauen und schlag mich tot”, hier sehr kreativ einfließen. Leider repariert letzteres kein einziges defektes Kriegsgerät.

Zuweilen muss auch die Ministerin mal verreisen. Besonders wenn es darum geht, international den “dicken Maxen” zu mimen. Solche Reisen unternahm sie immer gern mit dem neuen Airbus A400M. Sie wollte damit demonstrieren, dass die Bundeswehr auch über hochmoderne Transportkapazitäten (am Boden) verfügt. Leider ist das Bild hier ähnlich katastrophal wie bei den Eurofightern. Bundeswehr-Airbus A400M: ein Milliardengrab und nichts als Pannen. Sicher gehören Gräber zum Krieg, nur die Milliardengräber will dort niemand sehen, zu peinlich das Ganze. Jetzt gehen Gerüchte um, dass die Kriegsministerin selbst für ihre Luft-Touren auf sicherere Charter-Flieger ausweichen muss. Das ist verständlich. Wenn schon der Krieg wegen Materialmangel ausfallen muss, sollten zumindest ihre internationalen Showeinlagen darunter nicht leiden.

Frieden schaffen … ganz ohne Waffen

So zieht sich das Thema Materialmangel und -defekt quer durch die Bundeswehr. Ob wir über die sechs U-Boote reden: U-Boote nicht einsatzfähig … von denen derzeit auch keines einsatzbereit ist, oder die Schiffe. Überall dasselbe friedliche Bild eines schlummernden Riesen. Dabei gibt sich Deutschland so viel Mühe im Kreise der NATO-Raubritter etwas mehr zu gelten. Immerhin, bis zur Lachnummer haben wir es schon gebracht und ab und an fliegen ja auch mal ein paar Flugzeuge, sodass man hier und da einen Einsatz vortäuschen kann. Für einen größeren Friedenseinsatz, umgangssprachlich Krieg, reicht es von vorn bis hinten nicht.

Das ist auch gut so, denn schöner und schneller kann man gar keinen Frieden schaffen. Würden doch nur die anderen Armeen dieser Welt dem deutschen Vorbild folgen. Dann könnte es in den Geschichtsbüchern irgendwann einmal heißen, “am deutschen Militärschrott ist die Welt genesen”. Aber auf soviel Optimismus mag sich wohl auch die Bundesregierung nicht einlassen und lässt sich womöglich weiter dahin drängen, eher vier als zwei Prozent des BIP für Mord und Todschlag ausgeben zu wollen. Trump fordert noch höhere Militärausgaben | 4-Prozent-Ziel. Vermutlich setzt die Bundeswehr jetzt vermehrt auf die Menge, in der Hoffnung, dass dann auch mehr heiles Gerät darunter ist.