Dieselpogrom auf Raten

Wenn sich Staat und Konzerne gemeinsam gegen die Verbraucher verschwören, dann erfüllt das Mussolinis Definition des idealen Faschismus. Und genau das ist beim sogenannten „Abgasskandal“ der Fall. Fahrverbote sind angeblich abgewendet, aber glauben kann das niemand so recht. Bis zu den Wahlen in Bayern und Hessen muss der faule Kompromiss halten. Ungefähr genauso lange wird die fragwürdige „Deutsche Umwelthilfe“ brauchen, um ihre alten Klageschriften an die „neue“ Sachlage anzupassen und abermals Nachbesserungen gerichtlich durchzusetzen.

Und wieder geht das Spiel von vorne los. Der gelackmeierte Dieselfahrer wird derweil mit Nachlassprämien bis zu 10.000 Euro zum Kauf eines Neuwagens verleitet. Die Hersteller kurbeln ihren Absatz an und da die Prämien den Gewinn schmälern, wirkt sich das auch positiv auf die Steuerlast aus. Wie geil ist das denn? Kann Familie Heinz Becker auch mal eben ihre Arbeitskraft für den halben Lohn zu Markte tragen bei gleichzeitiger Verdoppelung der Wochenarbeitszeit und dann beim Finanzamt für diese arbeitgeberfreundliche Rabattaktion Negativsteuern beantragen?

Der Diesel soll weg, vor allem der deutsche. Hat irgendwer beschlossen und jetzt plappern es alle nach. Noch setzen die Oberen bei der Umerziehung auf Belohnung. Wehe wenn der Pöbel zur Jagd auf Dieselfahrer bläst – dann brennen vielleicht bald nicht nur Autos, sondern auch Menschen.

Wehret den Anfängen! Stuttgart ist überall!

Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie das hier: Ökoterror: Autofahrerin vor Bioladen angegriffen, weil sie den Motor laufen ließ