Eschweiler: Mehrere Schlägereien zwischen Migranten

Eschweiler:  Innerhalb von ein paar Tagen ist die Polizei in Eschweiler zum zweiten Mal zu einer größeren Schlägerei gerufen worden, heißt es in einer Pressemitteilung.  Montagabend, kurz nach 18 Uhr, hatten sich offenbar mehrere Personen am Bushof in Eschweiler geschlagen. Anrufer schilderten, dass Baseballschläger verwendet wurden. Als die Polizei an Ort und Stelle war, hatte sich die Auseinandersetzung in die Marienstraße verlagert. Offensichtlich schlugen sich dort zwei Gruppierungen junger Leute, ein Baseballschläger fand auch Verwendung.

Die Polizei, die mit vier Streifenwagen angerückt war, beruhigte die Situation recht schnell. An Ort und Stelle beschuldigten sich die jungen Leute gegenseitig, mit dem Streit begonnen zu haben. Gegen fünf junge Männer im Alter zwischen 17 und 30 Jahren leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Die Beschuldigten sind überwiegend deutsche Staatsbürger mit arabischem Migrationshintergrund. Sie wohnen in Eschweiler, Stolberg und Aachen. Drei von ihnen standen unter Alkoholeinfluss. Das ergaben Alkoholtests an Ort und Stelle. Der Baseballschläger wurde sichergestellt. Mehrere Personen trugen Schlagverletzungen und Prellungen da-von. Auf ärztliche Behandlung verzichteten alle.

Ob zwischen den Schlägereien am Sonntagmorgen in Dürwiß (Polizeimeldung vom 4.6.2018) und der am Montagabend einen Zusammenhang besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Die meisten Betroffenen hüllen sich in Schweigen und stellen noch nicht einmal einen Strafantrag. Die Vernehmungen der Beteiligten werden hier hoffentlich Licht ins Dunkel bringen.

Die Polizei betrachtet die kurz hintereinander erfolgten Schlägereien mit Sorge und Argusaugen. Vor etwas über einem Jahr hatte eine Jugendbande in Eschweiler unter anderem mit Schlägereien, Gewaltdelikten und Einbrüchen auf sich aufmerksam gemacht. Die Polizei verstärkte daraufhin ihre Präsenz in Eschweiler. Acht Bandenmitglieder konnten im Zuge dessen identifiziert werden.

Wehret den Anfängen, so die Polizei momentan. Sollten die weiteren Ermittlungen tatsächlich ergeben, dass sich eine wieder eine solche Entwicklung abzeichnet, wird die Polizei mit einem Maßnahmenkonzept dagegen vorgehen. Konzentrierte Einsätze in Uniform und Zivil standen in dem Konzept ganz oben. Dies hatte sich bewährt.

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