Freispruch: Vermeintliches Messer-Opfer starb an Herzinfarkt vor dem Einstich

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Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Der Tod der 14-jährigen Elena sah zuerst wie ein ganz gewöhnlicher Messer-Mord aus. Nachdem Rechtspopulisten das vermeintliche Verbrechen für ihre Propaganda instrumentalisierten, kamen schnell erste Zweifel auf.

Der 17-jährige Ex-Freund des Mädchens war unter Tatverdacht festgenommen worden, weil man ihn ihrem Zimmer mit einem blutverschmierten Messer gefunden hatte. Tatsächlich wies auch der Leichnam der 14-Jährigen mehrere Stichverletzungen auf, eine davon mitten in ihrem Herz. Aber wie zwei voneinander unabhängige Rechtsmediziner jetzt herausfanden, waren die Verletzungen nicht todesursächlich. Vielmehr sei das Mädchen an einem Herzinfarkt gestorben. Darüber sind sich die Mediziner, die beide als Koryphäen auf dem Gebiet der Pathologie gelten, einig.

Zwischen dem jungen Paar war es zu Streit gekommen und der zunächst Tatverdächtige habe ihr mit einem Messer gedroht, führt Dr. G. Rusel aus: „Sie hat die Situation wahrscheinlich als sehr bedrohlich empfunden und muss völlig panisch und unter Stress gestanden haben. Das war wohl zu viel für ihr schwaches Herz.“ Als der 17-Jährige zugestochen habe, sei sie bereits tot gewesen, heißt es weiter in den Gutachten. Auch sein Kollege Prof. Dr. Mett kommt zum gleichen Schluss: „Von den 35 Stich- und Schnittwunden wäre nur diese eine tödlich gewesen. Aber als er sie ins Herz stach, da war sie bereits an dem Herzinfarkt verstorben.“

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt, es wird keine Anklage erhoben. Für die Polizei hat das Ganze noch ein Nachspiel. Die Beamten, die den 17-Jährigen im Kinderzimmer des Mädchens festgenommen hatten, mussten sich bei ihm und seiner ganzen Familie entschuldigen. Da er nicht in Würde Abschied von seiner Ex-Freundin nehmen konnte, habe der zu Unrecht Verdächtigte zudem ein schweres Trauma erlitten, bestätigte eine psychologische Gutachterin. Eine mögliche Schadensersatzklage wird zurzeit von einem Rechtsanwalt geprüft, erfuhr die Redaktion von FrechePresseNet.

 

13 KOMMENTARE

  1. Ach ja, wie alt war die Kleine, 14 Jahre? Das ist auch ein Alter in dem ein Herzinfarkt sehr wahrscheinlich ist. Man verzeihe mir den Ausspruch, aber ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen möchte.

  2. Wie war das gleich?
    Ein Herzinfarkt entsteht durch den Verschluß einer oder
    mehrerer Herzkranzgefäße.
    Die dadurch akut eintretende Sauerstoffunterversorgung
    des Herzmuskelgewebes führt schnell zur Beeinträchtigung
    der Pumpleistung und im schlimmsten Fall zum zeitnahen
    Pumpversagen.
    Als Ursachen eines Verschlußes kommen verschleppte
    Thromben, rupturierte Plaques, Verkrampfungen und auch
    mal eine Dissektion in Betracht.
    Aber wie wahrscheinlich ist das bei einer 14- jährigen
    Herzgesunden?
    Ich frage mich, so als Laie, wie will man zweifelsfrei
    attestieren, dass der Infarkt und nicht der tödliche Stich
    ins Herz todesursächlich war?
    Und selbst wenn der Nachweis wissenschaftlich sauber
    gelänge, weshalb soll dann der tödliche Infarkt trotzdem
    in keinen kausalem Zusammenhang mit der Tat stehen?
    35 Stiche, davon einer ins Herz und trotzdem ein
    Freispruch?
    Sorry, dieses Recht verstehe ich nicht mehr!!!

    Bei der Gelegenheit, wer sind eigentlich diese Koryphäen
    auf dem Gebiet der Pathologie und weshalb zeigt sich
    Google, bei der Suche nach deren Namen, so
    auskuftsunfreudig?
    Was die wohl für ein Parteibuch haben?
    Fragen über Fragen!
    Und warum nur würde es mich, angesichts dieser
    Ergebnisse nicht wundern, wenn diese Experten, bei
    der Sektion ihres nächsten Messeropfers womöglich
    „Mors per Flatum“ als Todesursache diagnostizieren
    könnten.
    Natürlich, es sei denn, der Täter war ein nativer
    Deutscher, dann handelt es sich, selbstredend, um
    die Tat eines verabscheuungswürdigen Neonazis,
    mit dem sofortigen Verweis auf die
    „besondere Schwere der Schuld“.
    Ich kann nur hoffen, dass die Familie des Opfers
    diese Gutachten sehr genau prüfen läßt!
    Anmerkung:
    Soweit ich weiß gilt immer noch: Mord verjährt nicht
    und Strafvereitelung im Amt ist und bleibt strafbar!
    Kann aber durchaus sein, dass das auch schon
    Schnee von gestern ist.

  3. Das arme Geschöpf hat durch 34 Messerstiche einen Herzinfarkt erlitten.

    Der 35igste in Herz wäre also nicht mehr nötig gewesen.

    Das kann doch nur Satire sein.

  4. So ein bestialischer Mensch der so eine Tat begangen hat, wird freigesprochen? Was stimmt mit unserer Justiz nicht mehr? Das stinkt doch offensichtlich zum Himmel! Wer ist von dem Täter das nächste Opfer?

  5. Da wird ein Mädchen so lange mit dem Messer GEFOLTERT, bis es an einem
    ‚Herzinfarkt‘ verstirbt, und der Folterer mit offensichtlichem Mordvorsatz(!) wird sofort freigelassen, hat Anrecht auf eine Entschuldigung und
    Schadenersatz????

    Das ist das neue Deutschland:

    Messer-Folterei mit Todesfolge. Gedeckt von deutschen Gerichten.

    Und das alles nur, weil keine der 35 Stich- und Schnittverletzungen ‚ursächlich tödlich‘ gewesen sein sollten???

    Die Mörder sind unter uns.

  6. Dr. G. Rusel eine Koryphäe auf seinem Gebiet:
    “Sie hat die Situation wahrscheinlich als sehr bedrohlich empfunden und muss völlig panisch und unter Stress gestanden haben. Das war wohl zu viel für ihr schwaches Herz.”

    Also, wenn mich ein Killer mit 35 Messerstichen traktiert, dann ‚empfinde ich das wahrscheinlich auch als sehr bedrohlich‘.

    Solch ein gequirlter Schwachsinn, Herr Dr. G. Rusel! Schämen Sie sich!

  7. Wenn man sich die Kommentare hier durchliest, könnte man zu der Überzeugung kommen, dass viele Menschen Satire nicht mehr erkennen, selbst wenn sie als solche gekennzeichnet ist (siehe oben: Kategorie: Aktuelles, Satire).
    Davon abgesehen finde ich, dass dieser Artikel keine gelungene Satire darstellt.

  8. Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese wundert mich in diesem Land gar nichts mehr…. SATIRE!!! Leute… schaltet mal wieder euer Hirn ein !!!

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