Unbekannter-Obdachloser – foto: freie-presse.net

Das neue Mieterschutzgesetz ist in Kraft getreten und das „Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz“ tut so, als sei nun der Volksseuche Armut endlich ein Riegel vorgeschoben. Besonders schützen sollen Bußgelder für „Vermieter*innen“, die ihre Mieter durch Modernisierungsmaßnahmen vor die Tür setzen wollen.

Für private Immobilienbesitzer steigt durch solche Eingriffe das Insolvenzrisiko, da wird so mancher mit einem Verkauf seines Betongolds an große Wohnungsbaugesellschaften liebäugeln. Wie der „Abgasskandal“ gezeigt hat, ist die Politik unberechenbar geworden. Mit einer künftigen Regierungsbeteiligung der Grünen ist alles möglich, womit heute noch niemand rechnet. Schnell können Dämmvorschriften oder die Abgaswerte für vor kurzem noch als umweltfreundlich zugelassene Heizungen verschärft werden.

Am Dilemma der Mieter ändern solche Gesetze nichts, eher im Gegenteil. Die Mieten sind in den Ballungsräumen wegen der erhöhten Nachfrage drastisch gestiegen, während Eigentum auf dem Land dort besonders günstig ist, wo die meisten Funklöcher ausgemacht werden können. Aber drohende Fahrverbote, lange Wege zur Arbeit und ein mangelhafter Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel halten viele Arbeitnehmer davon ab, ins Grüne zu ziehen. Und das ist in den meisten Fällen auch wiederum nur als Mieter möglich. Von einem normalen Einkommen kann man bei einer teuren Stadtmiete kaum genug Eigenkapital ansparen, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Wer sich dieser Lage bewusst ist und sich ärgert, dem Vermieter seinen Wohlstand zu finanzieren, ist anfällig für die linkspopulistische Propaganda, die angeblich dem bösen Kapitalismus Einhalt gebieten will, in Wahrheit aber die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinanderklaffen lässt.

In Berlin hat man sich einen besonders cleveren Schachzug ausgedacht, ohne in Verlegenheit zu geraten, die Vokabel Enteignung anwenden zu müssen.

Die Linke spielt Robin Hood und punktet damit bei ihrer Klientel, aber das war es denn auch. Denn nach dem Geschenk zum Nulltarif an die Mieter gehen die Wohnungen an die staatliche Gewobag, die dann als Vermieter auftritt. Wo auch immer der Staat als Unternehmer auftritt, ganz besonders in Berlin, ist der Misserfolg vorprogrammiert. Die Leidtragenden werden hier wiederum die Mieter sein, denen das Kapital fehlt, sich ohne fremde Hilfe eine anständige Bleibe suchen zu können.

Durch die Privatisierungswelle gingen in Berlin nur etwa 5 Prozent der veräußerten Wohneinheiten in die Hände privater Eigentümer und noch mal so viel an Genossenschaften. Die übrigen 90 Prozent teilten sich Spekulanten, Immobilienfonds und „sonstige Verwerter.“ Man entledigte sich dem Problem der dringend notwendigen Modernisierungen, im Ergebnis schossen die Mieten in die Höhe, während die Einkommen immer stärker belastet wurden. Damals wie heute waren die Mieter die Dummen. Statt Rahmenbedingungen für einen leichteren Erwerb selbst genutzter Immobilien zu schaffen, setzt man erneut auf Enteignung durch die Hintertür – dieses Mal zugunsten der Funktionäre. Die DDR ist wieder da – nicht auferstanden aus Ruinen, sondern gekommen, um zu ruinieren.

In einem angeblich reichen Industrieland wie die Bundesrepublik es behauptet zu sein, ist ein Anteil von 50 Prozent Mietern kein Aushängeschild, sondern ein Armutszeugnis. Wer daran etwas ändern will, muss an einer anderen Schraube drehen, aber sicher nicht mit Mietpreisbremsen experimentieren.

Oh wie arm ist Griechenland

Laut Statista lebten im Jahr 2017 etwa 26,7 Prozent der Bevölkerung Griechenlands zur Miete und 73,3 Prozent in selbst genutztem Wohneigentum.

7 KOMMENTARE

  1. So ein ähnliches Beispiel habe ich auch zu bieten.

    Dank der verdammten Links-Rot-Grünen „Energie“Politik müssen viele Häuser isoliert und modernisiert werden.

    Ältere Häuser, die wenigstens noch etwas Stil haben, werden im Falle eines Verkaufes über dem Marktpreis angeboten. Dem Vorbesitzer wird ein angeblicher hoher Verkaufspreis vorgemacht, aber dadurch springen schon mal Selbstrenovierer und Sanierer über Firmen ab. Übrig bleibt ein angebliches Abrisshaus, das angeblich „Risiken beinhaltet“ da die Mieter im Nachinein Renovierungsarbeiten verlangen könnten.

    Dann werden solche Häuser einfach unter Preis an Immobilienfirmen verscherbelt, die es abreissen und einen Neubau hinstellen, natürlich mit höheren Mieten, wenn nicht Eigentumswohnungen und einer fetten Provision.
    Ermöglicht wird das alles durch diese schwachsinnige Energiepolitik dieser überflüssigen Linken-Roten-Grünen.
    Das Ergebnis sind auch hier im Nachhinein nur noch Wohnungen mit höheren Mietpreis, wo hier zb die Einsparung von Heizkosten gleich Null sind, da der Energiepreis bzw Monatliche Abschlag stehst gleich hoch bleibt. Für mich absolut dreist, wie hier wieder mit Methode abgezockt und sich bereichert wird.
    Dazu betrachte man nur einmal, bei welchen Firmen der Springer Konzern Anteile hält.

    • Ja aber wenn die Deutschen nicht endlich kapieren, daß alle diese Parteien nur eines im Kopf haben, möglichst viel für sich abzuschöpfen, dann wird es ewig so weitergehen. Zumindest solange es noch Deutsche in der BRD gibt, was nicht mehr allzulange der Fall sein wird. Wie sie dann den Negerhorden das Geld aus der Tasche ziehen wollen, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich so, erst geben und dann gleich wieder nehmen. Nur wer das geben dann erarbeiten soll, das steht noch in den Sternen.

      • Naja, mal real betrachtet. Viele denken ja, Umsatz und Arbeit kann nicht schaden, so funktioniert eine Wirtschaft. Genauso wie Versicherungen, wo viele nicht über Sinn oder Unsinn entscheiden können, da im Schadensfall doch eine „Versicherung“ da ist. Das man meistens mehr einzahlt wie man entnimmt steht wo anders. Und viele wollen ja auch eine gute Arbeit in einer Umsatzkräftigen Firma mit Aussicht auf eine gute Bezahlung. Man kann hier schwer argumentativ unterscheiden, was nützt und wo es schadet.

        Wie lange es geht, wie halt in allen Fail-Staaten, solange, wie sie Kredit bekommen, den Poltit-komödianten geht als letztes das Geld aus, die sitzen ja immer an der Quelle. Und wer kann, verpi**t sich, wenn sie sehen, das ihre „ach-so-liberale“ Lebensweise nicht funktioniert, und wie sie es immer schon gemacht haben, und auch heute diese ganzen Links-Rot-Grünen Klatscher machen. Wo die Sozialstruktur zerstört ist, und sich vieles in Kriminelle Strukturen umwandelt,sieht man solche Typen nicht mehr wohnen oder arbeiten, die sitzen dann wieder dort, wo ihre A-soziales Auftreten noch nicht umgesetzt wurde.

        • Ja Arbeit ist ja gut und schön, aber wenn man davon nicht mehr leben kann und davon gibt es viel zu viele, dann ist was faul im Staate Dänemark. Ich bin immer noch der Meinung, daß dieses ganze korrupte Parteiensystem abgeschafft werden muß, denn die verar…. uns schon über 70 Jahre.

          • Genauso ist es, darum wird es Zeit für etwas Neues, es wird Zeit für unsere Nationalversammlung.

          • Ja. Stimme ich dir zu. Aber sie geben es sogar zu, das sie keine Volksabstimmungen zulassen wollen. Also am Wähler vorbei regieren wollen

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