Großeinsatz in Bonner NoGo-Area Tannenbusch – 33 Festnahmen

Mehrmonatige umfangreiche Ermittlungen der Bonner Staatsanwaltschaft und der Ermittlungsgruppe Tannenbusch in einem Verfahren wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Drogenhandels führten in den frühen Morgenstunden zu einem groß angelegten Durchsuchungs- und Festnahmeeinsatz in Bonn – Tannenbusch:


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Unterstützt von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei, technischen Einheiten, Polizeihundeführerin und einem Polizeihubschrauber koordinierten Polizei und Staatsanwaltschaft den seit 06:00 Uhr laufenden Großeinsatz mit rund 300 Polizisten. Erkenntnisse aus zurückliegenden Festnahmen, eigene Beobachtungen und Erkenntnisse aus zurückliegenden Bandenverfahren im Jahr 2017 führten auf die Spur von zwei in Bonn-Tannenbusch aufgewachsenen Brüdern im Alter von 25 und 31 Jahren. Sie stehen im Verdacht, den Drogenhandel im Bereich von Tannenbusch maßgeblich organisiert zu haben. In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bonn wurden daraufhin umfangreiche verdecke Ermittlungen geführt. Hierbei wurden mehr als 30 mutmaßliche Drogendealer aus dem Großraum Tannenbusch ermittelt. Ein Teil der offensichtlich eng vernetzten Tatverdächtigten kümmerte sich um den Straßenhandel mit Marihuana. Von regelmäßigen Polizeikontrollen und vereinzelten Festnahmen ließen sich die Tatverdächtigen wenig beeindrucken. Sie legten sie beispielsweise weiterhin „Drogendepots“ in Grünanlagen an. Während einige Tatverdächtige häufig mit der Straßenbahn ankommende Drogenkonsumenten abpassten, waren andere als Teil eines „Warnsystems“ vor sich möglicherweise annähernden Polizeikräften aktiv. Die beiden heute inhaftierten Haupttäter kümmerten sich nach dem aktuellen Sachstand überwiegend um den Handel mit Kokain. Mehrere Tatverdächtige, die in ihrem Auftrag lagerten, verpackten und verkauften, konnten ermittelt werden. Ankommende „Kunden“ wurden hierbei durch eine Kette von Tatverdächtigen an die wechselnden Übergabeorte für die harten Drogen geführt. Auf der Grundlage der erarbeiteten Ermittlungsergebnisse erwirkte die Bonner Staatsanwaltschaft beim zuständigen Amtsgericht Bonn entsprechende Haftbefehle – im Zuge der heutigen Aktion wurden 12 Haftbefehle vollstreckt. Darüber hinaus wurden 11 weitere Beschuldigte vorläufig festgenommen. Unter den festgenommen Personen befinden sich neben den beiden Hauptverdächtigen auch die drei Tatverdächtigen, die im Verdacht standen, Ende Dezember 2017 mit Silvesterraketen aus einem fahrenden Mietwagen in Bonn-Tannenbusch geschossen zu haben.

Insgesamt durchsuchte die Polizei 35 Objekte – hierbei wurden neben rund einem Kilogramm Marihuana/Haschisch, 75 Gramm Kokain auch mehrere Flaschen Anabolika sichergestellt. Darüber hinaus beschlagnahmten die Fahnder rund 60.000 Euro Bargeld und 49 Mobiltelefone.

Die weitergehenden Ermittlungen, zu denen auch die Sichtung der sichergestellten/beschlagnahmten Asservate gehört, werden vom zuständigen KK 33 / Ermittlungsgruppe Tannenbusch geführt.

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