Gutachten klärt: Kryptowährungen sind halal – Moschee akzeptiert Spenden in Bitcoin und Ether

Irgendeine Moschee - Symbolbild via Pixabay
Irgendeine Moschee – Symbolbild via Pixabay

Eine Londoner Moschee akzeptiert künftig Spenden in Bitcoin und Ether. Damit solle Bedürftigen geholfen werden, die sich beispielsweise keine Beerdigung leisten können oder Reparaturen finanziert werden. Mir fielen da spontan noch ein paar andere Dinge ein, aber man muss doch nicht immer das schlechteste denken, oder?

Doch eine wichtige Frage war zuvor noch zu klären, ob die digitalen Währungen überhaupt mit dem Islam vereinbar seien. Wenig überraschend lautet die Antwort JA.

Wenig überraschend ist auch, wie naiv der „Hurra-und-wieder-hat-eine-Institution-Bitcoin-als-Zahlungsmittel-akzeptiert-Artikel“ gehalten ist. Ich zitiere den Bitcoin-Jünger:

„Diese Frage richtet sich auch an das islamische Gesetz, die Scharia. Sie ist auf die Lehren des Korans abgestimmt und bietet damit ein Regelwerk, an denen Muslime ihr Leben ausrichten können. Hier gibt es im Finanzbereich bestimmte Dinge, die in jedem Fall haram – also verboten – sind. Dazu gehört etwa das Verlangen von Wucherzinsen (riba) oder auch die Investition in Unternehmen, die als haram aufgefasst werden. So stellt sich immer wieder die Frage: Ist Bitcoin halal?“

Warum sich diese Frage überhaupt in einem westlichen Land stellt, wird ausgeblendet, ebenso dass die Scharia in erster Linie ganz andere Dinge als das Finanzsystem regelt, aber Hauptsache Bitcoin, Bitcoin, Bitcoin …

Die nächste Pointe über ein „Gutachten“ zur Sache folgt:

„Ist Bitcoin halal? Die wissenschaftliche Antwort lautet: Ja.“  

Keine weiteren Fragen, darauf muss ich erst mal einen trinken, einen Blockchainbommerlunder, den ich mir gleich in die Wallet lade …

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