Haftbefehl gegen Taliban-Terrorist „Thomas K.“

Gestern wurde in Düsseldorf der 36-jährige Thomas K. festgenommen. Er sei dringend verdächtig, sich als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung „Taliban“ beteiligt zu haben, so die Generalbundesanwaltschaft. Der Verdächtige, der die deutsche und polnische Staatsangehörigkeit besitzt, wurde in Untersuchungshaft genommen.

Aus dem Haftbefehl:

Die radikal-religiöse Vereinigung „Taliban“ verfolgt das Ziel, alle ausländischen Kräfte vom Gebiet Afghanistans zu vertreiben und auf dem Staatsgebiet einen allein auf islamischem Recht (Scharia) basierenden Gottesstaat zu errichten. Dieses Ziel versuchen die „Taliban“ unter anderem durch Selbstmordattentate, Minen- und Bombenanschläge, Entführungen und Erschießungen zu erreichen. Dabei nehmen sie auch zivile Opfer in Kauf.

K. reiste im August des Jahres 2012 nach Pakistan. Spätestens Anfang 2013 schloss er sich in der an der Grenze zu Afghanistan gelegenen Region Nord-Waziristan den „Taliban“ an. Er durchlief in einem von der Terrororganisation betriebenen Trainingslager eine militärische Ausbildung. Spätestens im März 2014 war er in einer Kampfeinheit der „Taliban“ in Afghanistan eingesetzt. Ende Februar 2018 nahmen Spezialkräfte der afghanischen Sicherheitsbehörden den Beschuldigten im Rahmen einer gegen die Strukturen der „Taliban“ gerichteten Operation in der Provinz Helmand fest. Gestern wurde er von Afghanistan nach Deutschland überstellt und bei seiner Ankunft am Flughafen Frankfurt am Main durch Beamte des Bundeskriminalamts festgenommen.

 

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