Heute vor sechzig Jahren: Die „zehn Gebote der sozialistischen Moral und Ethik“

Heute vor sechzig Jahren verkündete SED-Generalsekretär Walter Ulbricht auf dem Parteitag der SED die zehn Gebote der „sozialistischen Moral und Ethik“. Man lese und staune, ob der Verwendung der Begriffe Vaterland und nationale Unabhängigkeit – heutigen „Linken“ wohl eher ein Gräuel. Interessant auch das Gebot zum Schutze des Volkseigentums.

  1. Du sollst Dich stets für die internationale Solidarität der Arbeiterklasse und aller Werktätigen sowie für die unverbrüchliche Verbundenheit aller sozialistischen Länder einsetzen.
  2. Du sollst Dein Vaterland lieben und stets bereit sein, Deine ganze Kraft und Fähigkeit für die Verteidigung der Arbeiter-und-Bauern-Macht einzusetzen.
  3. Du sollst helfen, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu beseitigen.
  4. Du sollst gute Taten für den Sozialismus vollbringen, denn der Sozialismus führt zu einem besseren Leben für alle Werktätigen.
  5. Du sollst beim Aufbau des Sozialismus im Geiste der gegenseitigen Hilfe und der kameradschaftlichen Zusammenarbeit handeln, das Kollektiv achten und seine Kritik beherzigen.
  6. Du sollst das Volkseigentum schützen und mehren.
  7. Du sollst stets nach Verbesserung Deiner Leistung streben, sparsam sein und die sozialistische Arbeitsdisziplin festigen.
  8. Du sollst Deine Kinder im Geiste des Friedens und des Sozialismus zu allseitig gebildeten, charakterfesten und körperlich gestählten Menschen erziehen.
  9. Du sollst sauber und anständig leben und Deine Familie achten.
  10. Du sollst Solidarität mit den um nationale Befreiung kämpfenden und den ihre nationale Unabhängigkeit verteidigenden Völkern üben.

Sogenannte Linke sollen also ihre Familien achten, sauber und anständig leben, arbeiten und nicht Hartz4 beziehen, sowie das Volkseigentum schützen, statt es mit Graffiti verunstalten. Hört, hört …

2 Kommentare

Kommentare sind geschlossen.