Ist Bitcoin wirklich klinisch tot?

Bitcoin - Foto via pixabay
Bitcoin – Foto via pixabay

Bei der Süddeutschen erschien kürzlich ein Artikel, in dem behauptet wird, der Bitcoin und somit auch alle anderen Kryptowährungen seien klinisch tot. Es dauerte nicht lange, bis auf dem bitcoinblog dazu eine gepfefferte Stellungnahme erschien – und diese in einem weitaus sachlicherem Ton. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Die Süddeutsche Zeitung konstruiert in die Bitcoin-Ideologie […] das Element von “Gleichheit und Gerechtigkeit” hinein, so als sei Bitcoin ein sozialistisches Experiment. Das ist es nicht. Bitcoin ist eher liberal bis libertär, und wer schon einmal eine halbe Minute mit einem Liberalen geredet hat, weiß, dass diese das Konzept der Gleichheit verabscheuen. Nur wenn man Gleichheit verlangt, ist Bitcoin ideologisch gescheitert. Ansonsten liefert Bitcoin hier genau das, was es soll: Es ist ein dezentrales Geld, das seinen Usern die maximale Autonomie gewährt. Quelle: bitcoinblog

Die Talfahrt hat sich indes fortgesetzt und es scheint kein Ende in Sicht. Aktuell steht der Bitcoin bei $3,757.15. In der Rubrikübersicht „Kryptowelt“ werden sie stets über die Kursentwicklung informiert. Das Weihnachtsmärchen vom letzten Jahr mit Kursen bis um die 20.000 Dollar wird sich dieses Mal mit Sicherheit nicht wiederholen.

Damit ist aber keineswegs das Ende der Kryptowährungen besiegelt. Die Blockchaintechnologie wird von immer mehr Unternehmen und Behörden entdeckt. IWF-Chefin Lagarde riet den Staaten bereits zu eigenen Kryptowährungen, die dann allerdings nur sehr wenig mit der libertären Grundidee des Bitcoins zu tun haben werden.