Ist die Blockchain-Technologie eine Erfindung der Geheimdienste?

bitcoin blockchain
bitcoin blockchain – collage

Niemand weiß bis heute, wer eigentlich der mysteriöse Erfinder der Blockchain ist, dessen Pseudonym Satoshi Nakamoto lautet. Es gibt Mutmaßungen darüber, dass der ebenso mysteriöse Computerwissenschaftler Nick Szabo dahinter steckt. Andere Spekulationen erstrecken sich auf eine ganze Gruppe von Hackern bis hin zu einer künstlichen Intelligenz außerirdischen Ursprungs.

In diesen Tagen macht eine Anfrage an die CIA die Runde in diversen Kryptomagazinen. Ein Motherboard-Redakteur hat es gemäß des freedom-of-information-act für US-Bürger versucht, eine Auskunft zu bekommen. Die CIA lehnte dies jedoch ab. Nun gehen die meisten Kryptoblogger davon aus, dass der Geheimdienst sehr wohl die Identität von Nakamoto kennt, diese aber aus triftigen Gründen nicht bekannt geben will, liest man bei coin-hero. So behauptet der bekannte Blockchainexperte Muse über seine Quelle herausgefunden zu haben, dass die Obama-Regierung besorgt war, dass Satoshi ein Agent Russlands oder Chinas sei.

Aktuell wird in westlichen Ländern massiv Werbung für Bitcoin und Co. gemacht, zahlreiche Unternehmen steigen in die Blockchaintechnologie ein, doch die Coins kommen einfach (noch) nicht wieder aus dem Keller. Die Gründe sind zum einen in den hohen Technologiehürden für Anwender zu finden. Als Zahlungsmethode eignet sich kaum eine der Kryptowährungen, sie bleiben vorerst ein Spekulationsobjekt für techno-affine Anleger. In libertären Kreisen gilt die Blockchain dagegen als Alternative zum Zentralbankensystem und wird von vielen Bloggern und Vloggern geradezu enthusisastisch gefeiert. Kritische Fragen bei der sonst auch für diverse „Verschwörungstheorien“ offenen Gemeinde werden nicht selten beiseite gewischt. Was ist, wenn diese Technologie eine direkte Erfindung der Geheimdienste ist und nur zu dem Zweck entwickelt wurde, um das Internet unter vollständige Kontrolle zu bringen? Die Befürchtungen der Obama-Regierung gingen in diese Richtung, wieder einmal wurde der böse Russe verdächtigt. Es wäre nicht das erste Mal, dass us-amerikanische Geheimdienste auf diese Weise von ihrer eigenen Beteiligung ablenken. Der kollektive Traum der Blockchaingemeinde von der Zerschlagung der allmächtigen Banken könnte sich in Luft auflösen, wenn sich dieser Verdacht erhärten würde, vielleicht will deshalb kaum jemand so gerne diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Außerdem klingt eine „künstliche Intelligenz außerirdischen Ursprungs“ wesentlich cooler.

Fakt ist aber, dass die Blockchain eben keine Anonymität garantiert, ganz im Gegenteil, alle Transaktionen sind öffentlich, wenn auch verschlüsselt. Jede Aktivität lässt sich bis zum Beginn an zurückverfolgen. Welche Macht besitzt wohl derjenige, der eine Technik beherrscht, mit der genau das möglich ist? Und wer könnte dann dieser jemand sein? Satoshi Nakamoto oder eben doch ein oder mehrere Geheimdienste?

 

 

4 Kommentare

  1. Man sollte diese Möglichkeit auf jeden Fall in Betracht ziehen. Dafür spricht einerseits die „Geheimniskrämerei“ rund um den – angeblichen – „Erfinder“, zum anderen aber auch, dass es sich um Spitzentechnologie handelt.

  2. Man sollte diese Möglichkeit auf jeden Fall in Betracht ziehen. Dafür spricht einerseits die „Geheimniskrämerei“ rund um den – angeblichen – „Erfinder“, zum anderen aber auch, dass es sich um Spitzentechnologie handelt.

  3. Nein, ganz sicher nicht. Blockchain ist eine Hochtechnologie, die in Kryptowährungen eine Möglichkeit sah, Zahlungsverkehre zwischen den Geschäftspartnern direkt abzuwickeln.

    Dabei werden Banken jeder Art ausgeschlossen.

    Sicher haben die Geheimdienste auch diese Entwicklung beobachtet.

    Dann überschlugen sich die Ereignisse. Der Bitcoin wurde zum Spekulationsobjekt. Es wurde in ihn etwas hinein interpretiert, was er schon aufgrund seiner Technologie gar nicht sein konnte – eine angeblich sichere Währung für Krisenzeiten. Auch die ausufernde Spekulation mit ihm widersprach dieser Möglichkeit.

    Die Kryptowährung wurde trotzdem zu einer möglichen Gefahr des internatonalen Finanzkapitals und seines Bankensystems. Spätestens ab diesem Zeitpunkt ist zu vermuten, dass die Geheimdienste aktiv wurden.

    Und das ist ebenfalls der Zeitpunkt, ab dem mindestens eine gleiche und bessere Kontrolle der Finanzabläufe durch diese interessierte Kreise möglich war.

    Was jetzt um den Bitcoin abläuft dürfte eine konzertierte Aktion im trauten Zusammenspiel von internationalem Finanzkapital und Geheimdiensten sein. Genau in diesen Fragen gaben sich die Geheimdienste gegenüber der Öffentlichkeit ja schon immer völlig ahnungslos.

  4. Nein, ganz sicher nicht. Blockchain ist eine Hochtechnologie, die in Kryptowährungen eine Möglichkeit sah, Zahlungsverkehre zwischen den Geschäftspartnern direkt abzuwickeln.
    Dabei werden Banken jeder Art ausgeschlossen.
    Sicher haben die Geheimdienste auch diese Entwicklung beobachtet.
    Dann überschlugen sich die Ereignisse. Der Bitcoin wurde zum Spekulationsobjekt. Es wurde in ihn etwas hinein interpretiert, was er schon aufgrund seiner Technologie gar nicht sein konnte &#8211 eine angeblich sichere Währung für Krisenzeiten. Auch die ausufernde Spekulation mit ihm widersprach dieser Möglichkeit.
    Die Kryptowährung wurde trotzdem zu einer möglichen Gefahr des internatonalen Finanzkapitals und seines Bankensystems. Spätestens ab diesem Zeitpunkt ist zu vermuten, dass die Geheimdienste aktiv wurden.
    Und das ist ebenfalls der Zeitpunkt, ab dem mindestens eine gleiche und bessere Kontrolle der Finanzabläufe durch diese interessierte Kreise möglich war.
    Was jetzt um den Bitcoin abläuft dürfte eine konzertierte Aktion im trauten Zusammenspiel von internationalem Finanzkapital und Geheimdiensten sein. Genau in diesen Fragen gaben sich die Geheimdienste gegenüber der Öffentlichkeit ja schon immer völlig ahnungslos.

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