Gegen drei Albaner im Alter zwischen 24 und 32 Jahren konnte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe beim zuständigen Amtsgericht Haftbefehle erwirken. Die Beschuldigten befinden sich seit dem 05. Dezember in Untersuchungshaft. Ihnen wird banden- und gewerbsmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen. Seit September 2017 führt das Rauschgiftdezernat der Kriminalpolizei Karlsruhe ein langwieriges Ermittlungsverfahren gegen mehrere albanischstämmige Personen.

Anlässlich einer zufälligen Sicherstellung von 28 kg Marihuana Ende Januar 2017 in Karlsruhe, sowie weiterer Sicherstellungen von 9 kg Marihuana und 5 kg Marihuana durch auswärtige Dienststellen in Karlsruhe, ergab sich nach intensiver Auswertung der Verdacht, dass sich im Stadt- und Landkreis Karlsruhe mehrere Albaner niedergelassen hatten, die überregional mit Marihuana und Kokain handelten.

Bereits im April dieses Jahres wurde ein 32-jähriger Albaner, bei dem es sich um einen der Hauptbeschuldigten handelt, in Untersuchungshaft genommen.

Ein 37-Jähriger, der sich in Albanien aufhält, soll von dort aus die Rauschgiftlieferungen gesteuert und Familienangehörige zur Umsetzung der Drogengeschäfte nach Deutschland geschickt haben.

Mehrfache Sicherstellungen bei Abnehmern führten zur Identifizierung von zwölf mutmaßlichen Verkäufern und Lieferanten. Das aus den Drogenverkäufen erworbene Geld soll zur Gestaltung des eigenen Lebensunterhaltes verwendet sowie nach Albanien transferiert worden sein.

Am 04. Dezember wurden dann mehrere Wohnungen, zwei Gaststätten und ein Firmenlager durchsucht und die Beschuldigten festgenommen. Es konnten neben weiteren Beweismitteln ca. 30 Kilogramm Marihuana sichergestellt werden. An den Durchsuchungsmaßnahmen waren 40 Beamtinnen und Beamte der Kriminalpolizei, elf Beamtinnen und Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz und zwei Diensthundeführer mit Rauschgiftspürhunden eingesetzt.

Bislang wurden insgesamt 49 Beschuldigte ermittelt sowie 65,5 Kilogramm Marihuana, 1,25 Kilogramm Kokain und weitere Beweismittel sichergestellt.