Kopfschuss in Berlin

Ein Albaner hat erst einen anderen Albaner erschossen und dann sich selbst. Die Hintergründe sind wie immer erst einmal unklar, doch der „Vorfall“ steht symbolisch für ganz Berlin. Dort haben eine Menge Leute einen gewaltigen Kopfschuss und nur den Knall noch nicht gehört.

100 „Menschen“ lieferten sich kürzlich eine Massenschlägerei in irgendeinem U-Bahnhof, Meldungen über Auseinandersetzungen zwischen Araber-Clans kann man jede Woche lesen und an verschiedenen HotSpots, wie Gesundbrunnen oder Tiergarten kommt es immer wieder zu „homophoben Delikten“, wie es im Amtsdeutsch heißt, das immer weniger Polizeischüler beherrschen, weshalb diese künftig erst mal die Schulbank drücken sollen, bevor sie den Zeigefinger krumm machen dürfen. Es gibt ein schwules Überfalltelefon, dort weiß man sicher mehr über die Hintergründe homophober Angriffe.

Foto: freie-presse.net

Kaum eine Mietskaserne in der von Wohnungsnot und steigenden Mieten betroffenen „Metropole“, die nicht mit Graffiti verunstaltet ist. Die Hauptstadt ist dreckig und versifft fast überall, wo man hinkommt, außer vielleicht am Elfenbeinturm, der sich Prenzlauer Berg nennt.

Als ich das erste Mal nach Berlin kam, stand die Mauer noch. In den Osten gelangte man nur durch den Checkpoint Charlie. Damals interessierten mich jedoch mehr die Schauplätze von „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Ganz so schlimm wie in Film und Fernsehen war es dann doch nicht, die Wohnsilos genau so trostlos wie in anderen Großstädten, dazu die übliche Mixtur aus bettelnden Straßenkindern, Fixern, Dealern und Nutten, aber Frankfurt a.M. war damals eindeutig schlimmer.

Heute kriegt man schon mal ein Messer in den Rücken, wenn man keinen Stoff kaufen will, früher reichte ein „nein danke“ oder „hab keine Kohle“ meist aus, um die lichtscheuen Gestalten wieder loszuwerden.

Mit dem Fall der Mauer begann der kleindeutsche Größenwahn. Unbedingt musste Berlin wieder Hauptstadt werden, wenn man schon auf Ostpreußen verzichtete, der teure Umzug von Bonn verschlang Millionen und auf einen standesgemäßen Flughafen wartet man noch heute. Das Aushängeschild der Hauptstadt ist eine Bauruine – unsere Visitenkarte für den Rest der Welt.

Der einstige Schandfleck, die Mauer, ist auch wieder da. Sie schmückt jetzt den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz als temporärer antimuslimischer Schutzwall.

Früher war natürlich nicht alles besser, aber da konnte man wenigstens noch sagen, die Mauer haben die anderen gebaut, nicht wir …