Laschet wettert gegen Umwelthilfe: „… finanziert von einem ausländischen Autokonzern“

Armin Laschet
Armin Laschet – foto: metropolico

In der Diskussion um Fahrverbote in deutschen Städten hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Deutsche Umwelthilfe scharf angegriffen.

„Das ist ein klassischer Abmahnverein, finanziert von einem ausländischen Autokonzern, der die deutsche Autoindustrie schwächen will“, sagte Laschet der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Montagausgabe) und bezog sich damit auf die Förderung der Organisation durch den japanischen Autohersteller Toyota.

„Wenige Mitglieder, 100 Hauptamtliche – das könnte sich kein Verein und keine Nichtregierungsorganisation erlauben.“ Die Fahrverbote in mittlerweile einem Dutzend Städte gehen auf Klagen der Umwelthilfe zurück. Der Regierungschef kritisierte, Fahrverbote auf Strecken wie der A40 „verschärfen das Problem, da sie zu Ausweichverkehren durch die Städte führen“. Die Folge seien noch höhere Stickoxidwerte dort, wo die Menschen lebten. Die Autokonzerne seien „in der Pflicht, einen stärkeren Beitrag für mehr Luftreinheit zu leisten“, forderte Laschet.