Landfriedensbruch in Gelsenkirchen: Polizei stoppt Autokorso von türkischen Fußballfans

Am gestrigen Abend gegen 20.15 Uhr feierten ca. 200 Personen den Sieg ihres türkischen Fußballvereins in Gelsenkirchen-Bismarck. Es bildeten sich Autokorsos von ca. 50 – 60 Fahrzeugen, Hupkonzerte und Freudengesänge verliefen zunächst in geordneten Abläufen.

Nachdem sich die Feierlichkeiten von einem Tankstellengelände auf die Fahrbahnen des Kreuzungsbereichs Bismarckstraße/Bickernstraße verlagerten und innerhalb der Personengruppe Pyrotechnik und Leuchtfackeln gezündet wurden, forderte die Polizei die Gruppe auf, die Fahrbahnen zu räumen und das Abbrennen der Feuerwerkskörper zu unterlassen. Dieser Aufforderung kamen sie nicht nach, reagierten ausgesprochen aggressiv auf die Polizisten und bewarfen sie sogar mit Gegenständen. Mit Unterstützung eines Diensthundes wurden die uneinsichtigen Fußballfans durch Polizeibeamte von den Fahrbahnen gedrängt, was teilweise nicht ohne den Einsatz von Zwangsmitteln möglich war. Bei dem Einsatz biss der Diensthund einen der Aggressoren. Dieser musste sich zur Behandlung in ein örtliches Krankenhaus begeben.

Nach weiteren polizeilichen Platzverweisen entfernten sich die Fußballfans. Vorgenommene Sperrungen für den Fahrzeugverkehr konnten aufgehoben werden. Die Polizei leitete anlassbezogene Strafverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruch ein.