Meiningen: Asylbewerber sticht Wachmann nieder

Suhl / Meiningen: Wie die Polizei erst jetzt berichtet, kam es am Samstagabend in einer Unterkunft für Asylsuchende in Meiningen zu einem schwerwiegenden Vorfall.

Wegen vorangegangener Meinungsverschiedenheiten erschien ein 18-Jähriger aus Afghanistan im Büro des Sicherheitsdienstes. Hier befanden sich zu diesem Zeitpunkt zwei Mitarbeiter. Mit einem der Männer hatte der junge Afghane schnell den Streit wieder aufgenommen. Im Verlauf zog er ein Messer und stach mehrfach auf den 36-jährigen Wachmann ein. Dieser flüchtete schwer verletzt in einen Nebenraum und schloss die Tür. Als der 18-Jährige diese gewaltsam aufbrechen wollte, hinderten ihn mehrere Mitbewohner daran. Anschließend flüchtete der Afghane aus der Unterkunft.

Er stellte sich jedoch einige Stunden später der Polizei. Nachdem der Rettungsdienst den Wachmann vor Ort versogt hatte, kam dieser zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus. Gegen den Tatverdächtigen ermittelt die Suhler Kriminalpolizei in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags. Die Staatsanwaltschaft beantragte am Montag beim zuständigen Amtsgericht einen Haftbefehl wegen des genannten Delikts. Wann das Gericht über diesen Antrag befindet, steht noch nicht fest.

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