Mordfall #Peggy und Selbstmord von Captain Flubber: Zweifel an Ermittlungsergebnissen

Im Mordfall Peggy lenken einschlägig bekannte Boulevardjournalisten den Verdacht erneut auf Ulvi K., der „FOCUS“ hingegen schreibt, dass viele Menschen in Lichtenberg nicht an die neuen Ermittlungsergebnisse glauben.

Ich wiederhole mich gerne: In dem Fall wurde von Beginn an – vornehm ausgedrückt – unsauber gearbeitet – warum sollte man jetzt neuen Ergebnissen Glauben schenken? Zweifel sind mehr als angebracht. Es wäre nicht das erste Mal, dass auf unredliche Art und Weise ein Tatverdächtiger zu einem (Teil-) Geständnis gebracht wird, um ihm nachher die gesamte Tat in die Schuhe zu schieben. Hätte man eindeutige Beweise, dann säße der Verdächtige längst in U-Haft. Wieder werden zweifelhafte Indizien herangezogen – man sollte auch nicht vergessen, dass es sich bei dem Prozess gegen Ulvi K. um einen Mord ohne Leiche handelte. Wieso waren Gericht und Ermittler überhaupt davon überzeugt, dass Peggy nicht mehr am Leben war?

Die Verunreinigung mit der Böhnhardt-DNA: Die Sensationsmeldung entpuppte sich laut Ermittlern als Schlamperei. Ziemlich unglaubwürdig, dass die SpuSi-Experten so arbeiten, außer es ist gewollt, wie im Fall NSU, ich sag nur „Wohnmobil“. Zudem erinnert das an die angebliche Verunreinigung im Fall Kiesewetter, aber geschenkt. Und nun will die SOKO-Peggy Mikrospuren ausgewertet haben, wie in einer Folge von CSI oder „Bones, die Knochenjägerin“ – plötzlich soll also das Qualitätsmanagement Superkräfte entwickelt und sämtliche Fehlerquellen entschärft haben? Tut mir leid, bei all der Schlamperei unter Oberstaatsanwalt Hotzenpotzels Leitung, bleiben mir da doch erhebliche Zweifel. Zudem wurde uns aus sicheren Quellen zugetragen, in welche Richtungen ermittelt wird, und diese Information hat sich jetzt bestätigt. Wo liegt die Antwort auf alle Fragen im Mordfall Peggy? Vielleicht in einer Richtung, in der ganz willentlich nicht ermittelt wird!

Und nun zum Selbstmord von „Captain Flubber“:

Youtuber Oliver Flesch ist von der offiziellen Version zumindest im Augenblick mehr überzeugt. Mir bleiben Zweifel.

In einem zweiten Video lässt Flesch einen Zweifler an der Selbstmordtheorie zu Wort kommen:

Meine Meinung:

Das Vertrauen in die Behörden ist nach vielen aufgeflogenen Vertuschungsversuchen stark gesunken. Es gäbe eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken – Transparenz! Dazu könnten die Ermittler den Obduktionsbericht in Gänze präsentieren, inklusive Fotos, Ergebnisse des Drogenscreenings, etc. Das wird mit Sicherheit nicht passieren.

  • Das mögliche Motiv zur Vertuschung liegt auf der Hand – nur keine Unruhen provozieren.
  • Es fehlt ein Abschiedsbrief oder Abschiedsvideo
  • Antidepressiva setzen entgegen den Aussagen der Polizei nicht grundsätzlich die Schmerzempfindlichkeit herab
  • Überwachungskamera
  • Die Angehörigen, insbesondere die Freundin von Marcel K. hat sich – bis jetzt nicht öffentlich geäußert
  • Marcel K. hat sich bei der Polizei gemeldet und angegeben, er würde verfolgt – und kurz danach ist er tot
  • War es ein Mord, wo liegt dann das Motiv? Salafisten, Linksextreme, die Marcel K. erkannt und dann spontan gehandelt haben? Dann wären sie sehr unvorsichtig vorgegangen, sie hätten nicht wissen können, was die Überwachungskamera aufzeichnet.
  • Ein islamistischer Einzeltäter ist auszuschließen, er hätte sich mit der Tat gebrüstet, laut Allahu akbar gerufen und weitere Passanten angegriffen.
  • Ein „normaler“ Linksextremer hätte sich erst mal Verstärkung von weiteren Vermummten geholt. Man vergleiche die typischen Vorgehensweisen bei Angriffen auf erkannte Burschenschaftler oder AfD-Mitglieder
  • Wenn es Mord war, dann war es gezielt und die Arbeit eines Profis, der auf Captain Flubber angesetzt war. Warum aber gerade er, der zwar eine Szenegröße war, aber nicht so im Fokus der Öffentlichkeit stand, wie andere Islamkritiker bzw. Gegner?
  • Organisiertes Verbrechen? Auch das klingt mir zu unwahrscheinlich.
  • Hat Captain Flubber etwas gewusst, das er auf gar keinen Fall ausplaudern sollte? Das erscheint mir als einzig plausibles Motiv, falls es ein Auftragsmord gewesen sein sollte. Hinsichtlich der Unterwanderung von V-Leuten in der Hooliganszene nicht ganz so unwahrscheinlich. Warum aber dann diese Vorgehensweise? Wäre nicht ein Unfall plausibler für die Öffentlichkeit? Das mag sein, aber wie war das mit NSU-Zeuge Florian Heilig? Hat der sich nicht einen Tag vor seiner Aussage wegen Liebeskummer mit seinem Auto in die Luft gesprengt? Auch da hat das Drehbuch erhebliche Schwächen – Agenten sind eben keine Hollywoodregisseure.
  • Bleibt noch die Frage, wann und wie Marcel K. beerdigt wird. Einäscherung?