#ROCKIMPARK: UND DANN KAMEN DIE JUSOS …

Jusos bei Rock im Park auf dem Reichsparteitagsgelände
Jusos bei Rock im Park auf dem Reichsparteitagsgelände – Foto: Hanno Vollenweider

Kennen Sie das? Man freut sich, dass endlich Wochenende ist, plötzlich klingelt es an der Haustür, doch es ist nicht der heiß ersehnte Paketbote, sondern da stehen die Zeugen Jehovas. Zwei meist sehr adrett gekleidete Herrschaften halten einem einen Wachturm vor die Nase und fragen freundlich, ob man mit ihnen über die Bibel sprechen möchte. Es würde wohl ein ganzes Buch füllen, wenn man alle Beleidigungen zusammen fasste, die diesen eifrigen Missionaren schon entgegen geschleudert worden sind.  Spätestens nach der dritten Abfuhr sehen die Zeugen allerdings meist von weiteren Belästigungen ab. Wer hat das nicht schon mal erlebt? Es gibt jedoch andere sektenähnliche Verbindungen, die sind weitaus penetranter und lauern einem sogar dort auf, wo man sie am wenigsten vermutet – auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Was haben die da zu suchen?

Ich staunte nicht schlecht, als mir mein geschätzter Kollege Hanno Vollenweider, der Chefredakteur der Seite dieUnbestechlichen und versteckter Rocker, das obige Foto vom „Rock im Park“ Festivalplatz per Messenger schickte. Waren da doch tatsächlich die Jusos unterwegs und verteilten „FCK AFD“- T-Shirts, Sticker, Käppis und Armbändchen, bisweilen auch in der Variante „Kein Bock auf Nazis.“ Eine kleine Recherche brachte es an den Tag, das machen die schon seit Jahren, wer hätte das gedacht? Zum Glück hat diese Gurkentruppe nicht auch noch gesungen.

Dafür waren die jungen internationalen Sozialisten auf dem ganzen Festivalgelände unterwegs, gleich drei Mal wurden Hanno Vollenweider und seine Frau angesprochen, ob sie sich nicht durch ein Stück eines Klebestreifens mit der Aufschrift „Kein Bock auf Nazis“ verschönern lassen wollten. Auch am Stand selber wurde fleißig „gegen Nazis“ – resp. das was die Jusos als Nazis bezeichnen – gehetzt, in diesem Fall selbstverständlich die AfD, aber man höre und staune, auch die CSU wurde nicht verschont, hier gab vor allem der vom bayerischen Ministerpräsidenten Söder ausgegebene Kreuz-Erlass Anlass zur Empörung, würde dieser doch „andere Religionen unterdrücken“ und „noch mehr gegen den Islam aufstacheln“, so der O-Ton am Stand, wie Hanno Vollenweider berichtet. Ganz wüst wurden die Phantasien der Jusos im Bezug auf die AfD im Osten. Hier gab man an, dass Personen wie Björn Höcke nicht wenige Gefolgsleute hätten, die auch vor „Einsatz von Waffengewalt“ nicht zurückschrecken würden, weshalb man „mit allen Mitteln“ (sic!) gegen die AfD vorgehen müsste.
Vollenweider hat indes eine Anfrage über die Hintergründe der Aktion beim Veranstalter gestellt, bisher ohne Rückmeldung.

Es ist doch unfassbar, ich meine, wo stehen auf den Eintrittstickets die Warnhinweise? Wo „Rock im Park“ drauf steht, muss auch „Rock im Park“ drin sein. Was ist nur aus dem Nutella-Prinzip geworden, wer hat das Reinheitsgebot so zerstört?

Und wie man an diesem Uralt-Tweet sieht, machen bei dieser subversiven Unterwanderung auch bestimmte Verlage mit.

Hanno Vollenweider kam von Rock im Park am Montag übrigens total rot zurück in die Redaktion. Allerdings war dies eher die Schuld der Sonne als die der SPD.

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2 Kommentare

  1. Wen störts?

    Mich nicht!

    So kann man den Kindern wenigstens zeigen was passiert, wenn sie ihren Spinat nicht essen.

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