Satire? Nein! Iraker im Merkel-Park von “türkisch-stämmigen Männern” angegriffen

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Foto: O24

Esslingen. Ortskundige wissen natürlich, dass der Merkel-Park am Neckarufer nichts mit der aktuellen “Bundeskanzlerin” zu tun hat, sondern einst von dem Kommerzienrat Oskar Merkel gestiftet wurde. Dennoch scheint es, übt der Name eine gewisse Anziehungskraft aus:

Am Freitag gegen 23.15 Uhr sind drei irakische Staatsangehörige, die sich im Merkel-Park auf Sitzbänken aufgehalten haben, von einer etwa 10 -köpfigen Gruppe körperlich angegangen worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden die drei Geschädigten ohne Vorwarnung von der Gruppe geschlagen und teilweise auch noch getreten, als sie bereits am Boden lagen. Einem der Geschädigte wurde im Verlauf der Auseinandersetzung offensichtlich eine Flasche auf den Kopf geschlagen. Die drei Angegriffenen erlitten leichte Verletzungen, wobei einer vor Ort vom Rettungsdienst versorgt wurde und zwei zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht wurden. Die Personengruppe, welche sich laut vorliegenden Angaben aus vermutlich türkischstämmigen Männern im Alter von 20-25 Jahren zusammengesetzt haben soll, flüchtete vor Eintreffen der Polizei in Richtung Bahnhof beziehungsweise Landratsamt. Das Polizeirevier Esslingen hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

In Esslingen ging es aber auch an weiteren Lokalitäten recht kunterbunt zu und wieder sollen dabei “türkisch-stämmige Männer” beteiligt gewesen sein

Asylbewerberunterkunft angegangen

Am frühen Samstagmorgen gegen 03.10 Uhr verschafften sich etwa 20 – 30 Personen, zum Teil bewaffnet mit Stangen und Eisenketten, Zutritt zum Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in der Fleischmannstraße. Sie schlugen gegen Rollläden und Hauswände und forderten die Bewohner der Unterkunft lautstark auf, herauszukommen. Durch den anwesenden Sicherheitsdienst wurde unverzüglich die Polizei verständigt. Beim Eintreffen der ersten Streifen hatte sich die Gruppe bereits vom Gelände entfernt. Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. An den Gebäuden entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden in Höhe von 500 Euro. Nach den bisherigen Erkenntnissen soll sich die Gruppierung aus überwiegend türkischstämmigen Personen im Alter von 17 – 25 Jahren zusammengesetzt haben. Die Kriminalpolizeidirektion Esslingen hat Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs aufgenommen.

Weitere Vorfälle mutmaßlich ohne Beteiligung “türkisch-stämmiger Männer”

Mit Messer verletzt

Zu einer tätlichen Auseinandersetzung ist es am Freitag gegen 21.40 Uhr im Bereich eines Einkaufsmarktes am Bahnhof zwischen zwei 21 und 18 Jahre alten Männern gekommen. Der Jüngere der beiden erlitt hierbei durch ein Messer eine Verletzung im Bauchbereich, welche jedoch nicht lebensbedrohlich ist. Er wurde in einem Krankenhaus ärztlich versorgt. Das Polizeirevier Esslingen ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 21 Jährigen. Die beiden waren bereits im November letzten Jahres aneinandergeraten, was wohl der Grund für die erneuten Tätlichkeiten war.

Mädchen angesprochen (Zeugenaufruf)

Ein 11 jähriges Mädchen, welches am Freitag gegen 20.15 Uhr mit dem Fahrrad in der Blumenstraße unterwegs war, wurde zunächst von einem Fahrzeug verfolgt. Im Bereich des Ebershaldenfriedhofes hielt sie dann an, in der Meinung, das Fahrzeug würde jetzt vorbeifahren. Der Pkw hielt jedoch an, der männliche Fahrer stieg aus und sprach das Mädchen an. Zunächst stellte er ihr unverfängliche Fragen, welche dann immer persönlicher wurden. Schließlich umarmte er das Mädchen und versuchte es zu küssen. Schließlich forderte er das Mädchen auf, in seinem Pkw zu steigen, er würde mit ihr ein Eis essen gehen. Das Mädchen konnte sich letztlich mit ihrem Fahrrad entfernen. Der Mann wird wie folgt beschrieben: 40 – 50 Jahre alt, lange glatte braun-graue Haare zu einem Zopf gebunden, etwas dickliche Figur. ER trug eine schwarze Nike-Jogginghose mit weißem Nike-Emblem an der rechten Seite sowie ein schwarzes T-Shirt. Er sprach akzentfrei deutsch und hatte einen Arm bis zum Oberarm eingegipst oder verbunden. Er war mit einem älteren dunklen Fahrzeug unterwegs, an dem rote Kennzeichen angebracht waren. Das Polizeirevier Esslingen nimmt Zeugenhinweise unter Telefon 0711 /3990-330 entgegen.