Thilo Sarrazin – Foto: metropolico Bildagentur

Juso-Chef Kevin Kühnert hat den Vorstoß der SPD gelobt, Thilo Sarrazin aus der Partei zu werfen: „Wir begrüßen den erneuten Versuch, Thilo Sarrazin aus der Sozialdemokratie auszuschließen“, sagte Kühnert der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag). „Das wichtigste Buch seiner Karriere war keines seiner islamfeindlichen Pamphlete, das wichtigste Buch war immer das Parteibuch der SPD. Ohne dieses wäre er immer nur ein Hetzer unter vielen gewesen“, erklärte Kühnert weiter. „Es wird Zeit, ihm dieses Privileg zu entziehen. Mit den Werten der SPD hat er schon lange nichts mehr am Hut.“

Thilo Sarrazin sieht den Beschluss des SPD-Parteivorstands „als Teil des innerparteilichen Machtkampfes um die künftige Linie der SPD“. Er sei nicht überrascht über die Entscheidung der Parteiführung und warte nun in Ruhe ab, „was der SPD-Vorstand mir schreiben wird“, sagte Sarrazin dem Berliner „Tagesspiegel“ (Dienstagausgabe). Er behalte sich vor, einen Anwalt einschalten und den Rechtsweg zu beschreiten.

4 KOMMENTARE

  1. Ich glaube nicht das es die SPD sich leisten kann einen ihrer letzten Aufrechten auszuschließen. Denn wenn er weg ist verliert die Partei mit Sicherheit viele Wähler. Was in Anbetracht der ohnehin schwachen Prozente wohl ein weiterer Schritt in die Bedeutungslosigkeit sein würde.

  2. Ich verstehe den doch sicher intelligenten Sarrazin nicht, für mich wäre das peinlich in dieser Partei Mitglied zu sein. Das ist nicht mehr diese Partei wie vor 30-40 Jahren.

  3. Sarrazin kann der SPD keinen Schaden zufügen, dafür sorgen die Genossen schon selber und wer der Meinung ist, dass Wahrheiten, die Sarrazin belegt, schön geredet werden sollten oder durch seinen Ausschluss verschwinden, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Ich weiß nicht, wo die SPD mit solchen Aktionen, wie dem Schwagerschaftsabbruch oder dem Rauswurf Sarrazins hin will, eins ist sicher, einen Gefallen tun sie sich damit nicht, sie werden wieder viele Wähler verlieren.

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