Starbucks verweigert Ex-Muslimen wegen atheistischen T-Shirts den Eintritt

Screenshot Youtube

USA: Am Samstag wurden Ex-Muslime aus einer Starbucksfiliale in einem Hilton Hotel in Houston, Texas, gewaltsam ausgewiesen, nachdem sie sich geweigert hatten, die T-Shirts mit den Worten „God Love is Greatest“ und „I’m an Ex-Muslim, Ask Me Why“ zu wechseln.

Die EXMNA-Freiwilligen machten eine Kaffeepause bei  Starbucks, nachdem sie einen Tag lang Flyer verteilt und mit den Teilnehmern der Jahreskonferenz der Islamic Society of North America (ISNA) gesprochen und Interviews geführt hatten. Ohne Vorwarnung wurden sie vom Personal darüber informiert, dass sie den Betrieb verlassen müssen.

„Ich war überrascht. Ich trank einfach meinen Eiskaffee und surfte in meinem Smartphone, und sie sagten mir, ich müsse gehen, also fragte ich, warum“, sagt Lina, eine ehemalige muslimische Syrerin, die im Namen der EXMNA zur Konferenz gereist war. „Mir wurde gesagt, dass sie keine Demonstranten auf dem Grundstück zulassen, ich versicherte der Frau, dass ich keine Demonstrantin sei. Sie fragte mich dann, ob ich Teil der Veranstaltung oder Gast im Hotel sei. Das war ich auch nicht. Mir wurde dann gesagt, dass ich, obwohl ich eine zahlende Kundin war, nicht auf dem Gelände sein dürfte, da es für Gäste und Eventmitglieder für das Wochenende reserviert war, und dass sie niemanden auf ihrem Privatgrundstück zulassen würden. Ich bemerkte jedoch, dass die Starbucks-Filiale immer noch für die Öffentlichkeit zugänglich warund ich sah niemanden, der gebeten wurde zu gehen.“

Auf zusätzliche Anfrage nach dem Verlassen des Geländes erklärten die Hotelmitarbeiter auf Video, dass die EXMNA-Gruppe wegen ihrer T-Shirts nicht willkommen sei, und behaupteten wiederholt, die Gruppe sei „provokativ“, eine Anklage, die alle Freiwilligen mehrfach ausdrücklich zurückwiesen.

„Dies scheint ein Fall von Diskriminierung zu sein“, sagt der Präsident der Ex-Muslime Nordamerikas, Muhammad Syed. „Wir wurden gebeten, das Gelände zu verlassen und sie teilten uns mit, dass wir das Gelände nur betreten können, wenn wir die Hemden ausziehen. Die Behandlung war ungerecht und besonders grausam angesichts der Notlage der Ex-Muslime. Wir werden auf der ganzen Welt für unseren Unglauben getötet und missbraucht. Es ist skrupellos, dass Unternehmen wie Starbucks und Hilton sich konservativen religiösen Empfindungen beugen“.

Ab 2018 schreiben über ein Dutzend muslimischer Mehrheitsländer die Todesstrafe für Muslime vor, die den Glauben verlassen. Muslimische Führer aus der ganzen Welt, darunter zuletzt in Pakistan, haben zur internationalen Zusammenarbeit bei der Bestrafung von Inhalten aufgerufen, die im Islam als blasphemisch gelten.

„Ich erwarte nicht, dass die Medien darüber berichten, was hier passiert ist. Früher waren wir aufgrund unseres Glaubensabfalls mit Diskriminierung durch Mitarbeiter anderer Unternehmen konfrontiert, und die Abdeckung war minimal“, fährt Muhammad Syed fort. Im Jahr 2016 weigerte sich Wegmans, für Ex-Muslime  eine Jubiläumstorte zu backen, angeblich wegen der Beleidigung, die das Kuchendesign den muslimischen Angestellten der Bäckerei verursachte. Das von der Bäckerei als „offensiv“ abgelehnte Design der Torte enthielt neben dem Namen und dem Logo der Organisation nur die Aussage „Congrats on 3 years“.

„Die Frage der schwulen Hochzeitstorte hat damals viel Beachtung gefunden, so dass man angenommen hätte, dass unsere Diskriminierung von Interesse wäre“, fuhr Muhammad Syed fort, „aber leider sind die Menschen durch die Politik gespalten, anstatt an ihren Prinzipien festzuhalten. Religionsfreiheit und das Recht auf Freiheit von Religion sind Fragen, für die wir alle kämpfen sollten. Die meisten Ex-Muslime sind progressiv oder im Großen und Ganzen links, daher ist es besonders entmutigend, die mangelnde Solidarität der Progressiven zu sehen.“

Armin Navabi, ein iranischer Atheist, war im Auftrag der EXMNA in Houston. „Unser Ziel war es zu sehen, wie tolerant Muslime sein können, zu unserer Freude fanden wir viele Muslime tolerant“, sagte er. „Andererseits fanden wir heraus, dass viele Westler intolerant waren. Es scheint, dass „Retter“ von Muslimen gegenüber allem, was Muslime beleidigen könnte, empfindlicher sind, als Muslime selbst.“

Quelle: Press Release Ex-Muslims

Ein Kommentar

  1. Krass! Mit „Freedom of speech“ hat es in den VSA nicht jede(r). Schon gar nicht Linke!

    Vielkeicht ist der Chef jenes Starbucks ein praktizierender Moslem?

Kommentare sind geschlossen.