#Steinfurt: Brandstiftung im orientalischen Lebensmittelladen beauftragt – 7 Tatverdächtige in Haft

Nach dem Brand eines orientalischen Lebensmittelgeschäfts am 7. Februar 2018 in Westerkappeln nahmen Beamte am Donnerstag und Freitag insgesamt 7 Personen fest. „Nach umfangreichen Ermittlungen besteht der dringende Tatverdacht, dass die Brandlegung vom Inhaber und seinem Bruder beauftragt wurde“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt: „Die beiden 25 und 26 Jahre alten Männer  sollen mit Unterstützung eines 30-jährigen Irakers aus Osnabrück die Brandstiftung organisiert haben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass wirtschaftliche Interessen den Tatentschluss begründen.“ Die Beamten der Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Thomas Götze haben aufgrund umfangreicher Ermittlungen, Zeugenaussagen und der Auswertung am Tatort gefundener Spuren den vermutlichen Tatablauf aufgeklärt. „Aufgrund der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Münster Haftbefehle beim Amtsgericht Münster beantragt. Den Beschuldigten wird unter anderem versuchter Mord, besonders schwere Brandstiftung und versuchter Betrug beziehungsweise Beihilfe und Anstiftung dazu vorgeworfen“, erläuterte der Oberstaatsanwalt weiter. „Das Gericht folgte den Anträgen, insgesamt befinden sich 7 Männer in Haft.“

Neben dem Ladeninhaber, seinem Bruder und dem Iraker handelt es sich um zwei 20- und 22-jährige syrische Staatsangehöriger aus Osnabrück. Sie haben die beiden mutmaßlichen Brandstifter zum Tatort gefahren. Im Ladenlokal sollen dann diese beiden 22-jährigen irakischen Staatsangehörigen aus Osnabrück Benzin verschüttet, angezündet und dadurch die Verpuffung herbeigeführt haben. Sie wurden in Belgien festgenommen, die Staatsanwaltschaft Münster hat bereits ihre Auslieferung beantragt.

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