Telemediengesetz: Verein „Genug GEZahlt“ meint, das wird teuer!

Der jahrelange Streit zwischen Zeitungsverlegern und ARD und ZDF scheint beigelegt. Die Ministerpräsidenten der Länder haben ein neues Telemediengesetz beschlossen. Um den Online-Angeboten der Zeitungen nicht länger Konkurrenz zu machen, werden sich ARD und ZDF im Netz auf bewegte Bilder und Ton konzentrieren.

Dazu teilt René Springer, Vorsitzender des Vereins Genug GEZahlt e.V. mit:


„Das mag eine gute Nachricht für die Zeitungsverlage sein aber ganz sicher nicht für die Beitragszahler. Wenn ARD und ZDF ihr Online-Angebot ausweiten und den Schwerpunkt künftig auf Bewegtbild und Ton legen, dann steht schon jetzt eines fest: Es wird teuer. Ich bin mir sicher, die Intendanten landauf landab reiben sich bereits die Hände. Denn wurden bisher meist günstige Texte im Internet und in den sozialen Medien verbreitet, werden es zukünftig in erster Linie Filme sein. Filme, die, so meine Vermutung, meist speziell für diesen Verbreitungsweg gemacht werden.

Das bedeutet steigende Etats, neue Abteilungen, neue Planstellen, vielleicht ja sogar neue Standorte. Denn die Vergangenheit hat es uns immer wieder gezeigt: Die öffentlich-rechtlichen Anstalten haben keinerlei Interesse daran, sich zu verschlanken. Sie wollen wachsen. Eine mehr als die andere. Um ihr Gewicht im Gefüge der Gebührensender zu verstärken. Ich befürchte, das wird auch bei dieser ‚Reform‘ unterm Strich für den Gebührenzahler herauskommen. Eine Entwicklung, die unser Verein Genug GEZahlt! e.V. entschieden ablehnt.“

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