Trump macht Automobile zur Bedrohung für die nationale Sicherheit

Trump macht Automobile zur Bedrohung für die nationale SicherheitWaschen & Schminken: Darauf muss man erst einmal kommen, aber Trump sei Dank, werden wir auch zu diesem brisanten Thema aufgeklärt. Und vorab sei verraten, dies bezieht sich nicht auf mögliche Amokfahrten mit derartigen Gefährten. Autos sind somit nach den letzten Einsichten des amerikanischen Präsidenten eine signifikante Bedrohung für die nationalen Sicherheit der USA. Aber Vorsicht, das lässt sich wiederum nicht pauschal auf alle Autos anwenden. Die Gefährlichkeit der Autos geht demnach von ihrer Herkunft aus. Dieser neue „Auto-Rassismus“ scheint das revolutionäre an seinen bahnbrechenden Erkenntnissen zu sein.

Hintergrund der Geschichte ist die folgende Meldung: Trump droht mit 25 Prozent Schutzzoll auf Importautos[Manager Magazin]. Naja, solche Drohungen kommen ja jetzt fast täglich aus den USA und sind somit nichts außergewöhnliches. Wobei die Historie vergleichbarer Drohungen durchaus erwähnenswert ist. In dem verlinkten Bericht, wie auch in ähnlichen gelagerten Berichten heißt es dazu stereotyp: „Der US-Präsident wies das US-Handelsministerium in der Nacht zu Donnerstag (MEZ) an zu prüfen, ob die Auto-Einfuhren die nationale Sicherheit der USA bedrohen“.

Das scheint wohl daran zu liegen, dass es nicht die Kompetenz des US Präsidenten ist, Steuergesetze und/oder Zollbestimmungen zu erlassen. Da er aber um jeden Preis etwas bewegen möchte, stochert er überall herum und muss logischerweise jeweils als Argument die nationale Sicherheit bemühen. Im Rahmen seiner Ermächtigung kann er dann alles anordnen bzw. bestimmen, was die nationale Sicherheit berührt. Mithin verwundert es den aufmerksamen Beobachter nicht mehr, dass er all seinen Erlassen und Dekreten immer exakt dieses Thema voranstellt, soweit er nicht gerade Präsidentenkollegen gute Ratschläge erteilt.

An dieser Stelle wird das besonders deutlich: Nationale Sicherheitsstrategie ❖ Trump nennt Russland und China „rivalisierende Kräfte“[ZEIT]. Auch in diesem Artikel wird bereits im letzte Jahr darauf eingegangen, dass die wirtschaftlichen Belange, aus Sicht des Präsidenten, allesamt der nationalen Sicherheit unterliegen. Am Ende könnte man so weit gehen, dass auch die Währung, sprich der Dollar, eine Angelegenheit dieser Blickrichtung ist. Dieser Zusammenhang fand bislang viel zu wenig Beachtung.

Der absonderliche Regierungsstil

Es scheint ein unbändiges Verlangen dieses Mannes zu sein, die USA überwiegend ohne die übrigen politischen Institutionen regieren zu wollen (Senat und Kongress). Lieber lässt er sich zeitweilig von den Gerichten in die Schranken weisen und beklagt sich hernach, von den Richtern mit Liebesentzug bedacht zu werden. Immerhin kann er anschließend in die nächsten Instanzen gehen, von denen er die ein oder andere schon einmal gewonnen hat. Der Weg scheint ihm zuverlässiger und sicherer zu sein, als über die politischen Instanzen.

Trump macht Automobile zur Bedrohung für die nationale SicherheitFolgt man dieser Linie, werden wir in den kommenden Monaten und Jahren noch allerhand Stilblüten erleben, die vom schmollenden Donald Trump zu Angelegenheiten der nationalen Sicherheit aufgeblasen werden. Alles andere würde für ihn bedeuten, seine Anliegen mit der eigenen Partei und den Demokraten diskutieren zu müssen. Wobei ihm die eine Partei so unlieb ist wie die andere. Eine Sache, die er offenbar schon von Haus nicht richtig beherrscht und deshalb lieber nur „Like a Boss“ ansagt. Es lohnt sich, diesen speziellen Aspekt einmal im Hinterkopf zu halten … bei den in naher Zukunft noch anstehenden Aktionen dieses Mannes.

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