Unfassbar: Ermittlungen gegen 76-jährigen Rentner,weil er legal erworbene Schreckschusswaffe bei der Polizei „anmelden“ wollte

Mainz: Die Polizei berichtet, was viele Käufer von legal erhältlichen Schreckschusswaffen nicht wissen. Wer eine solche Waffe zur Lieferung nach Hause bestellt, benötigt dazu keinen Waffenschein, auch nicht den sogenannten „Kleinen Waffenschein.“ Besitz und Erwerb sind ab 18 Jahren gestattet. Benutzen darf man die Waffen allerdings nur auf eigenem umfriedeten Gelände, es sei denn man hat die Erlaubnis zum Führen einer Schreckschusswaffe. Damit wird auch die Problematik klar, wenn man in einem Waffengeschäft eine Schreckschusspistole samt Munition kauft. Die Waffe darf nur ungeladen und getrennt von der Munition nach Hause transportiert werden und das möglichst in einem verschlossenen Behälter.

Ein 76-jähriger Rentner aus Mainz wollte sich eigentlich nur schützen und dabei alles richtig machen – jetzt wird gegen ihn ermittelt:revolver photo

Um einen kleinen Waffenschein für eine Schreckschusswaffe zu beantragen, erschien der Antragssteller beim zuständigen Rechts- und Ordnungsamt der Stadt Mainz in der Kaiserstraße und legte die Waffe mitsamt Munition auf den Tresen. Hierbei verstieß er aber bereits gegen Bestimmungen des Waffengesetzes, weil er diese ohne Erlaubnis noch gar nicht hätte mitführen dürfen. Die Polizei stellte daraufhin die Schreckschusswaffe sicher und stellt weitere Ermittlungen im Hinblick auf einen Verstoß gegen das Waffengesetz an.

Die Polizei empfiehlt, schon vor dem Erwerb von Schreckschusswaffen, oder anderen Mitteln zur Selbstverteidigung die Bestimmungen hierzu zu beachten. Informationen gibt es bei der Polizei, dem Rechts- und Ordnungsamt der Stadt Mainz, im Internet und bei Verkaufsstellen.

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