Unfassbar: Vorbestrafter Kinderschänder begeht unter Führungsaufsicht erneuten Missbrauch

Altensteig: Fragen über Fragen. Wie ist es einem rückfallgefährdeten Sexualstraftäter möglich, unter sogenannter Führungsaufsicht ein weiteres Kind zu missbrauchen, wie man Vergewaltigung in Juristendeutsch umschreibt? Welcher Art war die Arbeitsstelle, bei der es eine Sammelunterkunft gab, in der der Täter mit seinem Opfer zusammen kam? Vielleicht ein Resozialisierunsgprojekt? Wusste der Arbeitgeber von den Neigungen des Täters und warum bot er der Mutter des Kindes ein Schweigegeld? Haben sich hier neben dem Täter, der Kindesmutter und dem Arbeitgeber vielleicht auch behördliche Helfer des rückfallgefährdeten Täters strafbar gemacht? Wird dazu auch ermittelt? Und zu guter Letzt, weitere Hintergründe wären vielleicht auch noch interessant, aber ….

Unfassbar, wie selbstverständlich die Staatsanwaltschaft über den Fall informiert, man könnte fast den Eindruck haben, dass der Staat aufgrund der vielen Ermittlungsverfahren wegen GEZ-Verweigerung, mutmaßlicher Reichsbürgerschaft oder Volksverhetzung vollkommen überlastet ist. Aber das ist natürlich nur eine Verschwörungstheorie, die unter das NetzDG fällt …

Originalwortlaut der Staatsanwaltschaft

Unter dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs eines fünfjährigen Mädchens kam am Montag nach einem Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen ein rückfallgefährdeter Sexualstraftäter erneut in Haft.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Kriminalkommissariats Calw hielt sich das Kind vergangenen Samstagabend zusammen mit der Mutter in der Sammelunterkunft einer Firma auf. Den Vernehmungen nach spielte der 38-Jährige zunächst mit dem Mädchen und zog sich dann mit ihm in ein Zimmer zurück. Dabei sei es nach Angaben des Kindes zu sexuellen Übergriffen gekommen. Schließlich erstattete die Mutter am Sonntag Anzeige beim Polizeirevier Nagold. In der Folge sei ihr vom Arbeitgeber des Verdächtigen ein Geldbetrag geboten worden, falls sie die Anzeige wieder zurücknehme. Aufgrund dieser Erkenntnisse erwirkte die Staatsanwaltschaft Tübingen Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnung des 38-Jährigen wie auch für die seines Firmenchefs.

Der 38 Jahre alte Tatverdächtige konnte letztlich am späten Sonntagabend an seiner Wohnanschrift in Ludwigsburg festgenommen werden. Nach der Vorführung beim zuständigen Haftrichter kam der unter Führungsaufsicht stehende Mann erneut in Untersuchungshaft. Er hatte bereits wegen ähnlichen Sexualstraftaten eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt und stand nunmehr unter Führungsaufsicht. Unter anderem war ihm nach seiner Haftentlassung ein Kontaktverbot zu weiblichen Kindern und Jugendlichen auferlegt worden.

Sein Arbeitgeber und dessen Ehefrau wurden im Zuge der Durchsuchungsmaßnahmen am Sonntag wegen versuchter Strafvereitelung vorläufig festgenommen und kamen nach weiteren Abklärungen anschließend wieder auf freien Fuß.

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