Der verteidigungspolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Henning Otte (CDU), hat die USA vor einem Abzug aus Afghanistan gewarnt. „Das könnte zu einer absoluten Destabilisierung des Landes führen“, sagte Otte der „Saarbrücker Zeitung“ (Montagausgabe) unmittelbar nach der Rückkehr von einer Delegationsreise des Verteidigungsausschusses zu den deutschen Einsatzkräften in Mazar-e Sharif.

Otte: „Die internationale Gemeinschaft kann die afghanische Armee noch nicht alleine lassen“. Das Land stehe „am Scheideweg zwischen Stabilität und Destabilität“. Otte sagte, es gebe derzeit zwei Möglichkeiten: Entweder man halte den militärischen Druck aufrecht, um befreite Gebiete zu stabilisieren und die Taliban zu einem Waffenstillstand zu zwingen. Oder es gebe einen Friedensprozess unter der Leitung der afghanischen Regierung. Der aber sei nicht absehbar.

Der CDU-Politiker sprach sich dafür aus, das Mandat der Bundeswehr im März zu verlängern. Er fügte hinzu: „Klar ist aber: Wir bleiben dort nicht ohne die Vereinigten Staaten.“

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