UPDATE 11: Virtual Reality – Fragen zum Herne-Mord

Die “Beweislage” im Fall “Marcel H.” ist widersprüchlich, teilweise grenzt sie an den Begriff “Zumutung”. Nachfolgend seien noch vier zusätzliche Punkte vorgestellt, die letztere Kategorie bedienen.

  1. Das behauptete Selbst/Mord-Motiv des “Täters” erscheint ebenso hanebüchen wie es in sich unglaubwürdig ist. Die Vita unseres Hauptdarstellers wird nach Herne unweit Dortmund verlegt, mithin ein echtes Ballungsgebiet. Und dort soll er – Gewaltmotiv Nr.1 – kein Internet mehr bekommen haben? Mag sein, daß der Ping dort nicht so gut, aber gleich Verlust des ganzen Internets? Wie das? Schlauer eingefädelt ist da schon das Argument, die Ablehnung bei der Bundeswehr – Gewaltmotiv Nr.2 – habe “Marcel H.” aus der Bahn geworfen. Schlau, wenn hier höhere Dienststellen ihre Finger im Spiel haben. Die “Truppe” hängt am Verteidigungsministerium, ist also ein staatlicher Arbeitgeber – Bewerbungen und Ablehnungen könnten die Kollegen vom BfV behaupten oder gar fälschen wie sie´s eben brauchen. Wobei das Storybord auch hier inhaltlich schwach ist, wenn man bedenkt, daß die Bundeswehr so ziemlich jeden als Zeitsoldat nimmt, der “hier” ruft und noch 2 Beine hat.
  2. Unglaubwürdig, die Zweite: Marcel H. soll seine Tatabsicht nebst “Opferbildern” zunächst rein privat per What´sAppChat “einem Freund” rübergeschoben haben. Das Material wurde dann nach offizieller Lesart durch diesen Anonymous in ein Diskussionsforum (4chan) gestellt. Im WhatsApp-Chat selbst schreibt “der Freund”, er weiß nicht was zu tun ist und dass er bei 4chan nachfragen will. Im Diskussionsforum liest man darauf: “Ein Freund von mir wollte sich selbst umbringen, aber tötete dann das Nachbarskind, weil er abkackte “sich selbst zu töten”.Verdammt … Ich weiß nicht … verdammt.” Nun die Frage: Wie kann es sein dass der offenkundig verzweifelte “Zeuge” nicht auf die Idee kommt, die Polizei anzurufen, wenn Suizidgefahr vorliegt bzw. jemand ein Kind töten will/ getötet hat- sondern stattdessen im Forum nachfragt? Warum eröffnet dieser Jemand erst mal umständlich auf 4chan einen Thread und postet dort seine Screenshots, anstatt gleich etwas zu unternehmen?
  3.  Schlampigkeit. In der Pressekonferenz der Ermittler wurde eindeutig gesagt, dass sich der vermutliche Täter an der RECHTEN Hand verletzt hat (das wurde übrigens auch vorher in den Fahndungsmeldungen der Polizei so gesagt und es ging zudem aus “Statements von Marcel H.” hervor). Also eine gesicherte Meldung. Der Schnappschuss des “verhafteten Marcel H.” auf der Polizeiwache (dessen Entstehung ein “paralleles, internes Ermittlungsverfahren” nach sich gezogen haben soll) ist ebenso “gesichert”. Und zeigt eine verbundene LINKE Hand. (Foto) Dumm gelaufen. Bzw. Schlampig in der Abstimmung, was aber bei den Behörden nichts neues ist. Was ebenfalls nicht “passt”: Der verhaftete Marcel trägt einen ausgeleierten Jogginganzug. Der griechische Imbissbudenbesitzer gibt aber in diversen Interviews an, er habe einen engen Pullover getragen weshalb er sich sicher war, dass er keine Waffe dabei hatte. (derwesten) Beim dritten Fehler muss man schon etwas genauer hinsehen – er betrifft ein Detail der Körperanatomie. Hierzu vergleiche man die Form der Ohrläppchen des Computer(animierten?) Marcel Bild mit jenen des “Polizeidienststellen-Marcel”. Im letzteren Fall sind sie “eigen” und “verlassen” die Form die Ohrrundung – im ersten Fall dagegen nicht.

Allein der Lapsus mit der “falsch verbundenen” Hand (links statt rechts) ist so offensichtlich, dass man schon fast annimmt, die Regisseure des Films betrieben hier eine Art Muskelspiel. Message: “Wir können uns ALLES leisten”. Dieser Verdacht kommt im übrigen bereits vorher auf, zu Beginn des “Dramas”. (Womit wir bei Punkt 4 sind) Auf einem der wenigen Fotos, die Marcel oder jemand für ihn bei 4chan hochgeladen hat, ist rechts an der Wand neben dem Tatverdächtigen EIN POSTER ZU SEHEN, AUF DAS UNSER BÖSEWICHT MIT SEINEM MESSER ZEIGT. Dieses Poster zeigt das Anime Yugioh GX. Wie heisst der Hauptcharakter des Spiels? Festhalten: “Jaden”. Der Name des “kleinen Nachbarjungen”.

Ich denke, dass die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion in diesem Fall nicht nur verschwimmen, sondern dass “virtual reality” hier sogar die Oberhand gewinnt. In virtueller Realität können Tatabläufe beliebig gefaked, Halbwahrheiten verbreitet und Spuren gelegt werden. Bis zu dem Punkt, daß ein Spiel gespielt wird. Gerade hinsichtlich der Plattform 4chan/b/, auf der sich der Herne-Thriller abspielte, wäre das nichts außergewöhnliches. Als Banner über /b/ steht: “Wer irgendwas hier glaubt, ist ein Idiot”

Wer glaubt, daß aufsehenerregende Skandale NICHT durch Regierungen und ihre GeheimdienstOutlets produziert oder instrumentalisiert werden, mag hier Schwierigkeiten haben weiterzudenken. Wer wenigstens zweifelt und sich denkt “vielleicht…” mag folgende Seite zum Thema  “Burying News” (“Wie man unerwünschte Nachrichtenlagen begräbt”) http://netz10.de/2012/06/08/burying-news/ aufschlagen. Hier geht es u.a. um den “Serienmörder” Landru, der während des Ersten Weltkriegs elf Menschen, darunter zehn Frauen, getötet haben soll. Der Fall erregte in ganz Frankreich riesiges Aufsehen. Landru bestritt bis zum Schluss seine Taten. Die Polizei präsentierte verkohlte Leichenteile und Gegenstände der Opfer. 150 Zeugen wurden angehört. Die Anklage konnte sich nur auf – allerdings – hartnäckige Indizien stützen. Der Richterspruch lautete auf “schuldig”, 1922 kam es – nach offiziellen Angaben – zur Hinrichtung.
Die paranthetisierte Bemerkung hat ihre Berechtigung, denn es gibt einen Gegenzeugen dafür, daß der Scharfrichter damals tatsächlich zur Tat schritt: Der ManegeStar seiner Tage, Charles Adrien Wettach. Dieser als “Grock” bekannte Mime behauptete in seinen 1956 erschienen Memoiren, dass er Landru 1926 in Buenos Aires mit eigenen Augen sah. Und zwar lebend. Der dortige Polizeichef – mit dem er gerade zu Mittag sass – habe ihm auf Nachfrage erzählt, dass die Morde von der französischen Regierung lediglich vorgetäuscht worden seien, um von politischen Problemen abzulenken. Landru lebe in Argentinien von einer hohen Pension des französischen Staates, unter der Bedingung, nie mehr nach Frankreich zurückzukehren. Eine zeitgenössische journalistische Reportage findet sich in der archivierten Zeitungsausgabe des “Sydney Morning Herald” vom 28. Dezember 1957 – Schlagzeile: “WERE THE L ANDRU MURDERS A HOAX?” https://www.newspapers.com/newspage/125650657/

Warum sollte nun der argentinische Polizeidirektor, Castine-Via Cuzco,  Wettach gegenüber zugegeben haben, daß dieser tatsächlich den echten Landru in Buenos Aires gesehen hatte? Leicht zu beantworten: Einfach deshalb, weil Wettach als Zirkusclown auftrat. Wer sollte ihm also glauben?

 

Deutsch, Blond, Kampfanzug, voller Name: Fragen zum Herne-Mord

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