Verlegung geplant: Asylbewerberin geht mit Messer auf Polizisten los und droht ihre Kinder umzubringen

Tübingen: Wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Tübingen gegen eine 25-jährige nigerianische Asylbewerberin. Der Frau wird zur Last gelegt, einen Polizeibeamten mit einem Messer angegriffen und verletzt zu haben.

Symbolfoto: Container für Flüchtlinge

Den bisherigen Ermittlungen zufolge sollte die Frau mit ihren beiden Kindern am Mittwoch in eine andere Unterkunft verlegt werden. Dazu wurde sie gegen neun Uhr von einem Mitarbeiter des Landratsamtes Tübingen aufgesucht. Als sie sich weigerte, nach einem Messer griff und damit drohte, ihre beiden Kinder und sich umzubringen, verließ der Mitarbeiter das Zimmer und alarmierte die Polizei. Sofort rückten zahlreiche Streifenwagen an.

Nach deren Eintreffen sei die Frau im Flur den Beamten entgegengekommen und habe eine Hand zur Begrüßung ausgestreckt. Unerwartet habe sie dann nach einem verdeckt am Körper getragenen Messer gegriffen und damit gezielt gegen den Oberkörper eines 33-jährigen Polizeibeamten gestochen. Der Polizeibeamte konnte die Messerstiche abwehren, erlitt dabei aber mehrere Schnittverletzungen an den Unterarmen. Im Verlauf des nachfolgenden Gerangels gelang es der Frau zunächst zu flüchten. Sie konnte erst auf einer angrenzenden Wiese gestellt werden. Als sie den mehrfachen Aufforderungen der Polizeibeamten, das Messer abzulegen, nicht nach kam, musste Pfefferspray und sogar ein Schlagstock eingesetzt werden. Letztendlich wurde die Frau vorläufig festgenommen. Der durch den Messerangriff leicht verletzte Polizeibeamte wurde vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung seiner Schnittverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Auch zwei weitere Polizeibeamte und die Beschuldigte mussten ihre Augenreizungen ärztlich behandeln lassen. Die beiden Kinder wurden in die Obhut des Jugendamtes gegeben.

Die Beschuldigte soll im Laufe des Donnerstags dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.

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