Wiesbaden: Somalier nach Brandstiftung in berüchtigter Wellritzstraße festgenommen

Wiesbaden: Bei einem Wohnungsbrand in der Wellritzstraße wurden gestern Abend insgesamt sieben Personen durch Rauchgasintoxikation verletzt.

Symbolbild: O24

Das Feuer in dem Mehrfamilienhaus war gegen 21.50 Uhr  im zweiten Obergeschoss ausgebrochen. Der Täter konnte in der Nähe durch die Polizei festgenommen werden.  Die geschädigte Wohnung brannte vollkommen aus. Das gesamte Haus ist wegen der Rauchgas- und Rußschäden nicht mehr bewohnbar und wurde seitens der Feuerwehr evakuiert. Die Anwohner konnten überwiegend bei Freunden und Verwandten unterkommen, andere Anwohner wurden in einer Notunterkunft untergebracht. Der Sachschaden wurde auf rund 100000 Euro beziffert.

Bei dem festgenommenen Brandstifter handelt es sich um einen 20-jährigen somalischen Staatsangehörigen. Er hatte sich vor dem Brand in einer Wohnung des Mehrfamilienhauses aufgehalten und war mit dem dort wohnenden Landsmann in einen Streit geraten. Im Verlauf des Streits setzte der 20-Jährige die Wohnung in Brand und flüchtete anschließend zu Fuß vom Tatort, wurde jedoch kurz darauf festgenommen. Die Brandermittler der Wiesbadener Kriminalpolizei haben die weiteren Ermittlungen aufgenommen und am heutigen Vormittag gemeinsam mit Spezialisten des hessischen Landeskriminalamtes die Brandstelle aufgesucht. Der Festgenommene wird heute im Laufe des Tages noch einem Haftrichter vorgeführt.

Die Wellritzstraße in Wiesbaden gilt als sogenannte Nogo-Area und wird überwiegend von Migranten bewohnt. Am Abend noch kursierten Gerüchte in sozialen Netzwerken, bei dem Brandanschlag könne es sich möglicherweise um eine Tat mit fremdenfeindlichen Hintergrund handeln.

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