Gerade erst hat der EuGH den umstrittenen Rundfunkbeitrag und die damit verbundenen Zwangsvollstreckungen als rechtskonform eingestuft, schon freut man sich sich beim ZDF ungeniert über weitere sprudelnde Einnahmequellen:

Das ZDF und seine Vermarktungstochter, das ZDF Werbefernsehen, blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Der Mainzer Sender steuert erneut auf die Marktführerschaft beim TV-Gesamtpublikum zu und steigert gleichzeitig seinen Werbeumsatz deutlich. ZDF-Vermarktungs-Chef Hans-Joachim Strauch sagt im Interview mit dem Hamburger Medienmagazin ’new business‘ (www.new business.de): „2018 wird für das ZDF Werbefernsehen zu einem außergewöhnlich guten Geschäftsjahr. Netto sind wir im Zeitraum Januar bis November 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent gewachsen. Betrachtet man ausschließlich die klassische Werbung, d.h. man rechnet die Einnahmen aus Sponsoring heraus, sind wir im Vergleich zum Vorjahr netto um 14 Prozent gewachsen.“ Strauch fügt hinzu: „Unsere Werbeinseln waren im Jahr 2018 ausgebucht.“

Beim diesjährigen Sport-Highlight, der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, hatte das ZDF Werbefernsehen mehr Erfolg als die früh ausgeschiedene deutsche Nationalmannschaft. Strauch erklärt: „Wir sind mit der Vermarktung der Fußball-WM 2018 äußerst zufrieden. Wir konnten – brutto wie netto – die höchsten Umsätze generieren, die wir in unserer Geschichte je mit der Vermarktung einer Fußball-WM erreicht haben. Das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft hat uns zwar geschmerzt – und das natürlich nicht nur wirtschaftlich. Aber der Werbemarkt hat zwischenzeitlich gelernt, dass auch die Partien ohne deutsche Beteiligung für die Zuschauer hoch attraktiv sind. Insofern war die Buchungssituation auch bei diesen Partien erfreulich gut. Und die Leistungswerte dieser Spiele haben das auch bestätigt.“

Strauchs Prognose für 2019: „Ich glaube, dass sich die Werbeindustrie im kommenden Jahr insgesamt verhalten entwickeln wird. Der Brexit mit all seinen Verschiebungen und Konsequenzen sowie die damit in Verbindung stehenden Auswirkungen werden auch an der deutschen Werbewirtschaft nicht spurlos vorbeiziehen. Unter diesen Umständen bin ich für das ZDF Werbefernsehen für das kommende Geschäftsjahr verhalten positiv gestimmt.“

Das komplette Interview findet sich in der aktuellen ’new business‘-Printausgabe 51-52/2018.

3 KOMMENTARE

  1. Entweder gilt für die öffentlich-rechtlichen ein Werbeverbot oder die Privatsender werden auch aus dem Rundfunkbeitrag finanziert. Man sieht auch hier: Gerechtigkeit und Gleichstellung sind Quatsch, weil sie sinnlos sind!
    dzig.de/Ausbeutung-oder-Selbstverwaltung

    Es wird nie materielle Gleichheit geben können. Der eine spart viel Geld, der andere isst zwei Teller Suppe statt einen, weil er Holz gehackt hat. Die kleine Frau ist nur 1,50 Meter groß, der große Mann nur 2,00 Meter klein. Also: Utopien haben wir eigentlich schon genug.

    Jeder Mensch für sich ist einzigartig mit individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Verantwortungsbereitschaft. Der eine will führen, der andere lieber geführt werden. Der eine gebraucht seine Macht, der andere missbraucht sie. Es gibt kein Rezept. Weltweit sind die Vorstellungen und Möglichkeiten so zahlreich wie die Menschen selbst. Jeder sieht sich selbst anders, als andere ihn wahrnehmen.

    Rundfunkbeitrag.video
    youtube.com/watch?v=70W7HXov838

  2. Die öffentlich-rechtlichen, die Bezeichnung gibt Aufschluss darüber, sind für Personen und nicht für Menschen. Die Person unterliegt dem öffentlichen Recht. Der Beitrag wird ja auch von der Person gefordert, welche zwangsweise beim Einwohnermeldeamt registriert ist. Wohnhaft verpflichtet.

  3. Besonders in Fehlinformationen ist sie der beste Lieferant der Politik,. Da macht sie Werbung, die so falsch ist, dass selbst der letzte vernünftige Bürger es merkt, bevor er sich hinter die Fichte führen lässt. Wenn die Geldquelle so unerschöpflich ist, könnte man die Gebühren für dieses Regierungssprachrohr senken oder abschaffen. Wer sich als Serbungsindustrie verkauft, verliert seine Unabhängigkeit, wie immer wieder betont wird. Die Lobbyisten sitzen mit am Tisch, genau wie alle Parteien. Schwarzer Kanal auf West-Deutsch? Hier wird auch gelogen.

Comments are closed.