#ZombieWalk: Bahnhof wegen Männergruppen gesperrt – Polizei beklagt #FakeNews

Photo by Metro Centric

Der Westen und andere Medien berichteten, was die Polizei zuvor als Pressemeldung verbreitet hatte:

  • In Essen kam es nach dem friedlichen Zombie-Walk zu schlimmen Szenen
  • Am Hauptbahnhof Essen randalierten aggressive Männergruppen
  • Die Bundespolizei musste den Bahnhof räumen und zeitweise sperren

Daraufhin sei es zu wilden Spekulationen und der Verbreitung von “FakeNews” in den sozialen Netzwerken gekommen, beklagte die Polizei später.

Hier die Originalmeldung:

Anlässlich des Zombie-Walks 2017 in Essen waren heute (31. Oktober) Einsatzkräfte der Bundespolizei im und rund um den Essener Hauptbahnhof im Einsatz.

Bereits während der Veranstaltung wurden größere Männergruppen im Bereich des Essener Hauptbahnhofs festgestellt. Diese gerieten untereinander aber auch mit unbeteiligten Reisenden, immer wieder in Streitigkeiten, welche einen Einsatz von Bundespolizisten notwendig machten.

Auf Grund eines erhöhten Reisendenaufkommens wurde daher der Hauptbahnhof, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, erst geräumt und anschließend abgesperrt. Reisende konnten über den Ost- und Westeingang weiterhin ihre Züge erreichen.

Gegen 23:00 Uhr wurden alle Sperrungen aufgehoben und der Zugang zum Essener Hauptbahnhof wurde nicht mehr beschränkt.

Die Bundespolizei leitete bis 23:30 Uhr mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

Für den Rest der Nacht wird die Bundespolizei auch weiterhin mit Einsatzkräften am Essener Hauptbahnhof Präsenz zeigen.

Jetzt soll alles ganz anders gewesen sein:

Wie wir gestern Abend (31. Oktober) mit einer Pressemitteilung berichteten, räumten Einsatzkräfte der Bundespolizei den Essener Hauptbahnhof und kontrollierten für circa 1 Stunde den Zugang zu diesem.

Im Verlaufe der Berichterstattung zu den Vorkommnissen am heutigen Tage (01. November), kommt es gerade in den sozialen Netzwerken zu einer regen Diskussion im Zusammenhang mit den gestrigen Ereignissen. Um weiteren Spekulationen und Fake-News entgegenzuwirken, folgende Ergänzungen zu unserer gestrigen Berichterstattung:

  • Die Essener Bundespolizei hat bislang keine Strafanzeigen wegen sexueller Belästigung oder Beleidigung bzw. sexueller Nötigung aufgenommen.
  • Sachverhalte wurden den Einsatzkräften der Bundespolizei auch in der gesamten Nacht nicht zugetragen.
  • Es kam zu keinen Taschendiebstahlsdelikten, welche mit der in Rede stehenden Personengruppe in Verbindung gebracht werden können.
  • Die registrierten Taschendiebstähle bewegten sich in der vergangen Nacht auf einem üblichen Niveau.
  • Bei der in Rede stehenden Personengruppe handelte es sich – nicht – um Teilnehmer des Zombie-Walks.

 

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